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19. bis 25. Oktober

Judith Bader-Reissing
Judith Bader-Reissing

Das Frauenwerk der Evangelisch-methodistischen Kirche in Deutschland ermutigt Frauen, das Leben aus der Fülle Gottes zu gestalten. Wir machen Frauen Mut, ihrer eigenen Spur zu trauen und ihre Spiritualität ganzheitlich zu leben. Wir ermuntern Frauen zum Engagement auch in leitenden Funktionen.

Frauenwerks der EmK
Giebelstraße 16
70499 Stuttgart

Telefon: 0711 8600670
E-Mail: geschaeftsstelle(at)emk-frauen.de
Internet: www.emk-frauen.de

FRAUENWERK

Halt auf freier Strecke

So seht nun sorgfältig darauf, wie ihr euer Leben führt, nicht als Unweise, sondern als Weise, und kauft die Zeit aus. (Epheser 5, 15-16a LÜ)

Frau W. kam zu uns ins Hospiz, in dem ich als Krankenschwester und Fachkraft für Palliativpflege arbeite. Die 54jährige Wirtschaftsingenieurin hatte eines Nachts ganz plötzlich Bauchschmerzen. Zwei Wochen später erhielt sie die Diagnose Bauchspeicheldrüsenkrebs, weitere vier Wochen später kam sie zu uns ins Hospiz, und nach weiteren drei Wochen bei uns verstirbt sie. Völlig aus dem Leben gerissen, aus der Partnerschaft (der Ehemann war seit einem Monat im Ruhestand und sie wollte nun auch im Beruf kürzer treten ), aus dem verantwortungsvollen Job mit den netten Kollegen, aus ihrem Freundeskreis und den vielen gemeinsamen Unternehmungen, lag sie nun völlig unvorbereitet im Sterbebett. Halt auf freier Strecke. Das Leben war vorbei. Ihr Kopf und ihr Herz kamen mit dem Tempo, das der aggressive Krebs vorlegte, kaum mit. Schmerzen und Atemnot quälten sie und mussten bekämpft werden. Die Besuche des verzweifelten Partners und der schockierten Mitmenschen mussten ausgehalten und verkraftet werden. Sie war völlig überfordert. Aber sie machte sich auf den Weg. Kämpfte nicht gegen das Schicksal an, sondern nahm es an; an manchen Tagen gelang es ihr besser, an manchen schlechter. »Ich habe in meinem ganzen Leben nicht so viel gelernt, wie in den paar Wochen im Hospiz«, meinte sie in einem unserer Gespräche. Ihre wichtigste Erkenntnis »die Lebenszeit zu nützen, nichts aufzuschieben und den Augenblick zu genießen« gab sie mir mit. Ich musste ihr in die Hand versprechen, mit meinem Mann genau das zu befolgen und das Leben zu leben, jeden Tag.

Judith Bader-Reissing

Kontakt zur Autorin: judith.bader-reissing(at)emk.de

ICH DANKE

  • Für alle Frauen, die sich in unserer Kirche auf vielfältige Weise einbringen und für Gott Zeit und Kraft opfern und Ideen und Kreativität einbringen.
  • Für alle Partner, die ihre Frauen in diesem Dienst unterstützen und Verständnis zeigen.
  • Für alle Familien, die Gemeindeleben und Familienleben miteinander vereinbaren können.

ICH BETE

  • Für alle jungen Frauen, die sich ins Predigtamt gerufen wissen und ihr Leben darauf ausrichten.
  • Für unsere Hauptamtlichen, dass sie neben Berufung und Amt, auch Zeit für sich und ihre Familien haben.
  • Für alle, die Gottes Beistand ganz besonders brauchen, weil schwierige Entscheidungen anstehen oder schwere Schicksalsschläge zu verkraften sind.
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