Entwicklungspreis

Entwicklungspreis 2011 für Helmut Behnisch

Helmut Behnisch, Lage, Mitglied der Kommission für Mission und internationale kirchliche Zusammenarbeit (KMiZ), hat den regionalen Entwicklungspreis 2011 in Ostwestfalen/Lippe erhalten.

Der Preis wurde erstmals von Gudrun Kopp, MdB, Parlamentarische Staatssekretärin beim Ent-wicklungsministerium, ausgelobt. Zu einem großen Entwicklungs-Event im Kurhaus Bad Salzuflen waren vor allem Ehrenamtliche, die sich in Entwicklungsländern engagieren, eingeladen. Helmut Behnisch wurde mit der Verleihung des Preises sichtlich überrascht.

In ihrer Laudatio skizzierte Gudrun Kopp das ehrenamtliche Lebenswerk von Helmut Behnisch: Der Berufskolleglehrer i.R. mit den Fächern Elektrotechnik und Evangelischer Religion sei seit 1987 in Chile tätig, wo er in Zusammenarbeit mit AIDS-Hilfegruppen Photovoltaikanlagen zur Strom- und elektrischen Lichtgewinnung aufbaute und Lieferungen von Werkstatteinrichtungen und Ausbildungsmaterial im Rahmen von Schulpartnerschaften organisierte. Für 2012 plant Behnisch mit Holztechnikern in Puerto Montt Gruppenräume in Kindergärten auszubauen – zusammen mit Jugendlichen vor Ort.

Darüber hinaus ist Helmut Behnisch aktiv im Ökumenischen Arbeitskreis Lage-Cambine, wo er federführend Projekte für sauberes Wasser und solare Stromgewinnung durchführt. Mit mehreren Workteams war er vor Ort und hat bei der Installation von Solaranlagen in Mosambik mitgearbeitet. Die EmK-Weltmission hat diese Einsätze auch finanziell unterstützt. So freuen wir uns natürlich mit Helmut Behnisch und gratulieren zu dieser Ehrung. Vor allem möchten wir ihm für sein unermüdliches Engagement danken.

Ehrengast der Veranstaltung war Bundesentwicklungsminister Dirk Niebel. Er betonte in seiner Rede, dass in Deutschland etwa 1 Million Menschen ehrenamtlich aktiv seien – auch und gerade in Entwicklungsländern. »Allein mit staatlichen Geldern und Kräften können wir die Ursachen von Armut und Hunger nicht bewältigen – dazu benötigen wir Sie, die vielen Aktiven in Vereinen, Stiftungen, Kirchen, Kommunen und der Privatwirtschaft«, stellte Niebel heraus.

Birgit Braeske