Raum mit Wandgemälde aus einer Methodistischen Kirche in Brasilien, die im Netzwerk »Schatten und frisches Wasser« mitarbeitet.

Raum mit Wandgemälde aus einer Methodistischen Kirche in Brasilien, die im Netzwerk »Schatten und frisches Wasser« mitarbeitet.

Kinder- und Jugendprojekte

»Schatten und frisches Wasser«

Auf Einladung von Bischöfin Rosemarie Wenner treffen sich seit gestern bis Donnerstag (7. bis 9. Januar) Vertreter verschiedener sozialdiakonischer und missionarischer Kinder- und Jugendprojekte der EmK in Schwarzenshof (Thüringen).

Neben dem Austausch über die Projekte wird über eine stärkere Vernetzung dieser Arbeiten beraten.

Anlass für dieses Treffen ist ein Impuls aus der Methodistischen Kirche in Brasilien. Dort gibt es seit 15 Jahren das sozial-missionarische Projekt »Schatten und frisches Wasser«. Der Titel des Projekts ist einem umgangssprachlichen brasilianischen Ausdruck entnommen. Damit ist beschrieben, was man alles zum Leben und für eine positive Zukunft braucht. Die Methodistische Kirche in Brasilien hat inzwischen fast 75 Projekte mit über 4.000 Kindern, die sich diesem Projekt »Schatten und frisches Wasser« angeschlossen haben. In verschiedenen Orten und Regionen Brasiliens haben Kirchengemeinden darin die Chance entdeckt, den grundlegenden Bedürfnissen von Kindern und Jugendlichen in ihrer Umgebung einen Raum zu geben. Das Projekt in Brasilien beschreibt sieben inhaltliche Werte, die diese Arbeit ausmachen: christliche Erziehung, außerschulische Betreuung, pädagogische Förderung, kulturelle und künstlerische Förderung, Gesundheit, Gesellschaftskunde, Computerschulung. Die ersten drei Werte sind grundlegende Bedingung, um Teil des Netzwerks zu sein und die eigene Arbeit vor Ort unter dem Projekttitel machen zu dürfen. Die Entwicklung der letzten Jahre und die Auswirkungen in der Begleitung und Förderung von Kindern und Jugendlichen im Umfeld der jeweiligen Gemeinden ist beeindruckend.

In Schwarzenshof sind jetzt Vertreter von Gemeinden und deren Projekten aus Annaberg, Altenburg, Berlin, Chemnitz, Dresden, Duisburg, Flöha, Hamburg, Karlsruhe, Lage, München, Nürnberg, Oranienburg und Zeitz zusammen. Die gemeinsamen Überlegungen greifen die Ideen aus Brasilien auf, beschäftigen sich mit der Frage, ob ein Netzwerk mit inhaltlichen Grundwerten und einem gemeinsamen Titel hilfreich ist. Darüber hinaus geht es um Fragen der Gewinnung und Förderung von Mitarbeitern, Erschließung von Förder- und Sponsorengeldern und um effektive Öffentlichkeitsarbeit. Die anwesenden Vertreter der deutschen Projekte verstehen sich auch als Ermutiger, um andere Gemeinden zu animieren, in ihrer jeweiligen Umgebung nach Möglichkeiten zu suchen, wie Kindern und Jugendlichen lebensbegleitende Förderung und Unterstützung geschenkt werden kann.

Klaus Ulrich Ruof, Medienwerk der EmK

Bild: Raum mit Wandgemälde aus einer Methodistischen Kirche in Brasilien, die im Netzwerk »Schatten und frisches Wasser« mitarbeitet.
Foto: Frank Aichele