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Von links nach rechts: Jutta und Jörg Barthel, Holger und Gerda Eschmann, Bischöfin Wenner, Bischof Streiff, Thomas Lessmann (Vorsitzender des Verwaltungsrats)

Sonntag, 21. Oktober 2007

Festakt zum Rektorenwechsel

Jörg Barthel neuer Rektor im Theologischen Seminar

In einem feierlichen Festakt wurde in Anwesenheit von Vertretern der Kirche, der Wissenschaft und des Staates der Wechsel im Amt des Rektors des Theologischen Seminars öffentlich vollzogen. Prof. Dr. Jörg Barthel, der Alttestamentler, übernahm das Amt von dem Praktischen Theologen Prof. Dr. Holger Eschmann, der es in den sechs Jahren zuvor innehatte. Holger Eschmann, der seine Lehrtätigkeit am Seminar fortsetzen wird, konnte viele freundliche Dankesworte entgegennehmen. Jörg Barthel empfing nebst besten Wünschen auch den bischöflichen Segen und markierte in einer Ansprache die Stellung und die Aufgabe des Theologischen Seminars.

Bischöfin Rosemarie Wenner berichtete, dass der Kirchenvorstand der Evangelisch-methodistischen Kirche in Deutschland jüngst ein Schwerpunktgespräch über das Theologische Seminar geführt und dabei festgestellt hat: Es ist gut, dass die Kirche diese theologische Hochschule hat. Bischof Dr. Patrick Streiff aus Zürich, dessen Bischofssprengel 14 Länder umfasst, stellte den internationalen Horizont heraus, in dem das Seminar steht und seine Aufgaben erfüllt.

Prof. Dr. Friedrich Schweitzer, Dekan der Evangelisch-Theologischen Fakultät der Universität Tübingen, dankte für die enge Zusammenarbeit in den vergangenen Jahren und wünschte sich ein weiteres Zusammenrücken. Er erinnerte an die 20 Jahre Kanzel- und Abendmahlsgemeinschaft zwischen den evangelischen Landeskirchen und der Evangelisch-methodistischen Kirche, die sich um eine Kathedergemeinschaft erweitern ließe. Eine solche habe sich zuletzt darin gezeigt, dass eine neue Buchreihe der Tübinger Fakultät mit einem Beitrag von Jörg Barthel über Kanonhermeneutik eröffnet wurde.

Barthel selbst sieht die Theologie an einem Platz zwischen dem Glauben der Kirche und der strengen Wissenschaft. Das Seminar sei ein Ort, an dem in aller Freiheit öffentlich über die Frage nachgedacht werde, was es heute heißt zu glauben. In internationaler und ökumenischer Vernetzung und unter aufmerksamer Wahrnehmung der gesellschaftlichen Nöte sei es eine schöne Aufgabe, im Sinne Wesleys das brennende Herz zu verbinden mit dem klaren Denken.

Christof Voigt
Text + Foto