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Donnerstag, 29. November 2007

Adventsgruß von Bischöfin Rosemarie Wenner

Adventskalender sind nicht nur für Kinder schön. Meiner hält täglich eine Geschichte oder ein Gedicht bereit.

Die kleine Portion Vorfreude auf Weihnachten macht mich jeden Morgen neugierig, ob es andere nette Überraschungen gibt: Adventsgrüße im Briefkasten; ein anregendes Gespräch; hilfsbereite Mitmenschen … All das ermutigt, etwas Gutes zu erwarten. Etwas Gutes? Die adventliche Hoffnung verspricht mehr: Mit dem Kommen Jesu Christi wird alles gut werden! Paul Gerhardt dichtet 1653:

»Er kommt zum Weltgerichte, zum Fluch dem, der ihm flucht;
mit Gnad’ und süßem Lichte dem, der ihn liebt und sucht.
Ach komm, ach komm, o Sonne, und hol uns allzumal
zum ew’gen Licht und Wonne in deinen Freudensaal!«

In einer dunklen Zeit wenige Jahre nach dem dreißigjährigen Krieg hielt Paul Gerhardt die Hoffnung auf eine gute Zukunft wach. Er rechnete damit, dass Gott vollenden wird, was er mit Christi Kommen im Stall in Bethlehem begonnen hat. Sein Adventslied und alle  Adventsbräuche sind Hilfsmittel, damit wir Gottes Versprechen nicht vergessen und heute Hoffnungslichter anzünden. Gottes Segen zum Advent! 

Bischöfin Rosemarie Wenner