Sie sind hier: Startseite > Meldungen > Meldungsarchiv > Meldungen 2007 > 

Mit »unterwegs« auf dem Laufenden

aktuelle Ausgabe des Magazins »unterwegs«

Testen Sie die Zeitschrift der Evangelisch-methodistischen Kirche.

undefined Hier können Sie ein Gratis-Heft bestellen.

Samstag, 15. Dezember 2007

Bischöfin Rosemarie Wenner zum 300. Geburtstag von Charles Wesleys

Was wäre die methodistische Bewegung ohne den jüngeren der beiden Wesley Brüder? Am 18. Dezember jährt sich zum 300. Mal der Geburtstag von Charles Wesley.

Er wirkte als Prediger und Theologe an der Seite seines Bruders John. Sein ureigener Beitrag zum Aufbau des Methodismus sind unzählige Lieder. 9.000 Gedichte soll Charles Wesley geschrieben haben, 500 Liedtexte werden weltweit gesungen, 22 davon sind im Gesangbuch der Evangelisch-methodistischen Kirche in Deutschland, Schweiz und Österreich zu finden. Sie vermitteln die methodistische Theologie so eindrücklich, wie nur das gesungene Wort es vermag.

Mein Lieblingslied heißt: »Liebe, komm herab zur Erde …« (EM 323)  Die erste Strophe lautet:

»Liebe, komm herab zur Erde!
Die du nicht von dieser Welt,
mach, dass sie die deine werde,
schlage bei uns auf dein Zelt!
Liebe, komm, du heißt Erbarmen,
keine Schranke schränkt dich ein;
darum lass auch bei uns Armen
heute dein Erbarmen sein!«

Charles Wesley beschreibt in vier Strophen, wie Gott in seiner grenzenlosen Liebe diese Welt gestaltet, indem er uns Menschen sucht, erneuert und uns zu einem guten Ziel führen wird. Wie viele Wesleylieder atmet auch dieser Text den Optimismus der Gnade. Wenn wir uns davon anstecken lassen, werden wir nicht nur von Gottes Liebe singen, sondern unser Denken, Fühlen und Handeln von ihr prägen lassen. Das könnte nicht nur ein angemessener Beitrag zum 300. Geburtstag von Charles Wesley sein, sondern auch die beste Vorbereitung auf den Geburtstag Jesu.

Bischöfin Rosemarie Wenner