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Montag, 7. Dezember 2009

Laien in der Seelsorge - Seminar des Bildungswerk Ost

Nach zwei Jahren endete die Seminarreihe mit der Übergabe der Zertifikate.

Ich stehe auf dem Balkon und genieße den Blick von Schwarzenshof ins Tal nach Rudolstadt bis hinüber zur Heidecksburg. Während die Sonne hinter dem Berg versinkt, neigt sich ein wunderschöner Sonntag dem Ende zu. Mein Kopf und mein Herz sind übervoll von den bewegenden Eindrücken des Tages.

Viele liebevolle Wünsche begleiten mich in die Zukunft. Heute durften wir noch einmal gemeinsam einen eindrucksvollen Abschlussgottesdienst feiern - einen Gottesdienst mit Fußwaschung und Abendmahl. Wenn ich so an die Zeit zurück denke, geht es mir wie Daniel, der in der Abschlussrunde sagte: »Ich gehe mit einem lachenden und einem weinenden Auge«.

Ja, geschafft! Nach zwei Jahren und damit 132 Kursstunden »Laien in der Seelsorge« halte ich nun endlich das Zertifikat in den Händen. Im Oktober 2007 trafen sich hier auf Schwarzenshof die beiden Seminarleiter Pastorin Christin Eibisch, Pastor Dieter Klenk und zehn Teilnehmer zum ersten von sieben Wochenenden. Nicht nur am ersten, sondern auch an vielen weiteren Seminarwochenenden ging es um das Thema »das Handeln Gottes in unserer eigenen Lebensgeschichte«.

In Rollenspielen, Einzel- und Gruppenarbeit wurde an Beispielen aus unserem Alltag Situationen nachgestellt und ausgewertet, sowie aus unterschiedlichen Perspektiven betrachtet. Besonders hilfreich waren Anregungen und Erkenntnisse zur Kommunikation und zum Umgang mit Konfliktsituationen. Wir lernten, wie wir als Christen hilfesuchenden Menschen in Krankheit, Krisen oder Trennung begleiten und was wir ihnen als Gesprächspartner mit auf den Weg geben können. Im Rückblick auf unser Leben stellten wir fest, dass Lebenskrisen sich meistens als fruchtbar erwiesen. Auch Ausflüge nach Paulinzella und zur Heidecksburg standen auf dem Programm.

Zum Abschluss kann ich wohl sagen: am Wertvollsten war für mich die gute Gemeinschaft; wir alle sind durch diesen Kurs ein Stück gewachsen und haben uns positiv verändert.

Tabea Fuchs, Schwarzenshof