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Bischöfin Rosemarie Wenner

Dienstag, 12. Mai 2009

Wo alle mit ihrem Stil zu ihrem Recht kommen

Jugendliche sind in manchen EmK-Gemeinden nur selten anzutreffen. Bischöfin Rosemarie Wenner macht Mut, Jugendlichen Freiräume für ihre Aktionen zu öffnen - und dafür auch Geld einzusetzen. Zum Beispiel, um ihnen die Fahrt zum Bundesjugendtreffen in Volkenroda zu ermöglichen.

Vor einigen Monaten besuchte ich eine Gemeinde in Süddeutschland. In dem Gottesdienst waren viele junge Leute. Ihre Musikgruppe gestaltete den Eingangsteil mit Liedern, Zeugnis und Gebet. In dieser Gemeinde scheint das zu gelingen, was wir uns vielerorts wünschen: Menschen aller Altersgruppen bilden Gemeinde. Sie feiern gemeinsam Gottesdienst, und die Jugendlichen bringen sich mit ihren Gaben ein. In jener Gemeinde gibt es einen großen Jugendkreis, sodass die jungen Leute auch unter sich sein können. Und es gibt offensichtlich viele Menschen, die die nötige Flexibilität mitbringen, andere mit ihrem Stil zu ihrem Recht kommen zu lassen.

Dagegen höre ich aus der Mehrzahl unserer Gemeinden die Klage: »Uns fehlen die Jugendlichen!« Man berichtet von guten Beispielen in der Arbeit mit Kindern, die über Gemeindegrenzen hinaus gelingt. Aber wie geht es weiter, wenn aus Kindern Teenager und Jugendliche werden? Wie vermitteln wir jungen Leuten die Einladung zum Leben mit Christus? Die Jugendwerke in unseren Konferenzen leisten Großartiges, indem sie Beratung bieten und Veranstaltungen organisieren. Die JAT-Arbeit in der Süddeutschen Jährlichen Konferenz sei als Beispiel erwähnt:

Jugendliche kommen in den Ferien zu »Jugend-Aktions-Tagen« in einer Gemeinde zusammen. Sie erarbeiten gemeinsam ein Programm, zu dem sie abends Gleichaltrige einladen. Dieses Konzept nimmt ernst, dass Jugendliche sich engagieren wollen. Sie wissen am besten, was die Bibel jungen Leuten sagt. Sie setzen sich mit denselben Fragen auseinander wie ihre nichtchristlichen Freunde. Die jungen Leute sind die Experten, wenn es um missionarische Arbeit unter Jugendlichen geht. Sie brauchen Erwachsene, mit denen sie sich über Christsein und Lebensgestaltung auseinandersetzen können, Räume, in denen sie sich treffen können, und Geld, um Veranstaltungen organisieren und besuchen zu können.

Über Pfingsten findet in diesem Jahr ein Großprojekt der Jugendwerke statt: Das erste Bundesjugendtreffen (BUJU) in Volkenroda in Thüringen. Alle zwei Jahre werden die Jugendlichen zukünftig nach Volkenroda eingeladen. Das »BUJU« soll zu einer festen Größe im Leben unserer Kirche werden. Ich finde das Konzept in vieler Hinsicht gelungen: Wir bündeln Kräfte und Geld, indem alle drei Konferenzen zusammenarbeiten. Wir machen ein ansprechendes Angebot für alle Jugendlichen im Umfeld der EmK. Gemeinden, die keine eigene Jugendarbeit haben, können ihre jungen Leute nach Volkenroda schicken. Sie können ihnen die Teilnahme schenken oder bezuschussen und ihnen damit zeigen: »Ihr seid uns etwas wert!« Bei einem überregionalen Treffen erleben die Jugendlichen nicht nur Gottesdienste und Freizeitangebote mit vielen Gleichaltrigen, sie entdecken auch einen Schatz unserer Kirche, nämlich die Vernetzung untereinander. Es mögen nur wenige Methodisten an einem Ort leben, zusammen sind wir viele!

Da das BUJU schon in zwei Jahren wieder stattfinden wird, kann sich ein Schneeballeffekt einstellen: Wer dieses Mal begeistert zurückkommt, bringt nächstes Mal andere mit. Noch ist Zeit, für das BUJU zu werben und zu beten. Lasst sie uns nutzen und das BUJU zu einer Sache der gesamten Kirche machen. Übrigens: Alle Informationen sind auf  undefined www.emk-buju.de zu finden und der Weblog bietet für alle Interessantes.

Bischöfin Rosemarie Wenner

Foto: Claus Kellner, © EmK-Medienwerk