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Alle Meldungen 2010
Mittwoch, 15. September
Balance zwischen Fortschritt und Tradition
Dienstag, 14. September
Bärbel Bohley, Trägerin des Methodistischen Friedenspreises, gestorben
Samstag, 11. September
Ein Tag für Gebet und Frieden
Donnerstag, 9. September
Atem holen im Kirchenpavillon
Samstag, 4. September
Unruhen in Mosambik - Claudia und Thomas Günther in Sicherheit
Freitag, 3. September
Einladung zur »exploration«
Mittwoch, 1. September
Lektion in christlicher Einheit
Montag, 30. August
Neubau in München: EmK-Gemeinde kauft Bauplatz
Donnerstag, 26. August
Comeback: Große Spendenbereitschaft
Dienstag, 24. August
Neue Einblicke in das Verhältnis der Wesley-Brüder zu erwarten
Dienstag, 24. August
Methodismus in Europa nach dem Zweiten Weltkrieg
Samstag, 14. August
Wie die Kirche wachsen kann: Wege in die Zukunft
Donnerstag, 12. August
»comeback« überflutet
Dienstag, 10. August
EmK-Mitarbeiter in Afghanistan getötet
Montag, 9. August
Jubiläum - 25 Jahre Rüstzeitheim Schwarzenshof
Kinder sind unbedingt vor Gewalt zu schützen
Reaktion der Vereinigung Evangelischer Freikirchen (VEF) auf Talkshow »Tacheles«
In der am 17. Oktober 2010 ausgestrahlten Fernsehtalkshow »Tacheles« sagte der Direktor des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen (KFN), Prof. Dr. Christian Pfeiffer, unter Bezug auf eine Studie aus seinem Haus, dass Kinder aus evangelischen Freikirchen besonders häufig körperliche Züchtigung erleiden. Die Vereinigung Evangelischer Freikirchen (VEF), die in das breite Spektrum der evangelischen Freikirchen hineingehört, nahm darum unmittelbar Kontakt zu Professor Dr. Pfeiffer auf, um sich mit der Studie auseinander zu setzen. Aufgrund der Studie des KFN lassen sich aber, so Prof. Dr. Pfeiffer, keine spezifischen Aussagen über die zur VEF gehörenden Freikirchen treffen. Die Größenordnung, in der die Mitgliedskirchen der VEF hier betroffen sein könnten, bleibt dadurch vage.
Rosemarie Wenner, Bischöfin der EmK und Vorsitzende der VEF bringt ihre Betroffenheit zum Ausdruck: »Wir sorgen uns darum, wie es Kindern und Jugendlichen in unseren Kirchen und Familien ergeht. Wenn Eltern in unseren Gemeinden die Treue zur Bibel derart missverstehen würden, dass sie Kinder prügeln, gäbe es dringend Handlungsbedarf, zumal unsere evangelischen Freikirchen sich sehr stark in der Arbeit mit Kindern, Jugendlichen und Familien engagieren.«
Einige der VEF-Mitgliedskirchen haben bereits seit längerer Zeit verpflichtend für alle Mitarbeiter in Kinder- und Jugendgruppen einen Verhaltenskodex in Verbindung mit einer Selbstverpflichtung formuliert, die jede Art von Gewalt ausdrücklich ausschließt. Handreichungen, Schulungen und Beratungsstellen ergänzen diese Initiativen. Auch wenn in keiner der VEF-Kirchen Gewalt legitimiert oder als Erziehungsprinzip oder zum Lösen von Konflikten theologisch begründet wird, wird alles getan, um für Transparenz und Aufklärung zu sorgen, wo in Einzelfällen gegen das Prinzip der Gewaltfreiheit verstoßen wird.
In einer abgestimmten Erklärung des Präsidiums der VEF heißt es: »Der Prozess der selbstkritischen Überprüfung hat zu jeder Zeit in allen VEF-Kirchen zu erfolgen, um dem unbedingten Schutz aller Kinder und Jugendlichen vor jeder Form von Gewalt mit aller Aufmerksamkeit zu entsprechen.«
Die VEF ist über ihre eigenen Mitgliedskirchen hinaus aktiv daran beteiligt, Fehlinterpretationen der Bibel entgegenzuwirken, wonach körperliche Züchtigung ein zeitlos gültiges Mittel zur Erziehung sei. Genauere Studien seien nötig und werden von der VEF unterstützend begleitet werden.
Peter Jörgensen

