Bischof Adolfo Evaristo de Souza

Bischof Adolfo Evaristo de Souza

Trauer

Bischof Adolfo Evaristo de Souza, Brasilien, verstorben

Am 30. Oktober verstarb Bischof Adolfo Evaristo de Souza im Alter von 67 Jahren in Ji Paraná, Rondônia (Brasilien). Er hatte nach dem Ende der Tagung der Jährlichen Konferenz Amazoniens einen Herzinfarkt erlitten, von dem er sich nicht mehr erholte.

 

De Souza war in armen Verhältnissen aufgewachsen. Von 1969 bis 1972 studierte er an der Theologischen Fakultät in Rudge Ramos. Als Gemeindepastor war er unter anderem in Santo André, Zentralgemeinde von São Paulo, und in Recife. 1997 war er erstmalig zum Bischof gewählt worden. Zunächst stand er der Konferenz in Sao Paulo vor. Seit 2001 war er Bischof für die Missionsfelder des Nordens und Amazoniens, die 2006 den Status einer Missionskonferenz erlangten. Bei der brasilianischen Generalkonferenz von 2011 wurde er erneut im Amt bestätigt. Bischof Adolfo war ein bekannter Vertreter der innermethodistischen Heiligungsbewegung. Er setzte sich für eine Annährung zur Wesleyanischen Methodistischen Kirche ein, einer Pfingstkirche die 1967 aus der Brasilianischen Methodistischen Kirche ausgetreten war, und war ein entschiedener Befürworter des Austritts der Brasilianischen Methodistischen Kirche aus der ACK Brasiliens.
Brasilien ist schon seit vielen Jahren eines der Länder, mit denen die Evangelisch-methodistische Kirche in Deutschland eine Partnerschaft hat. In vielen Bereichen der Mission, Entwicklungsarbeit und kirchlicher Zusammenarbeit findet ein intensiver partnerschaftlicher Austausch statt. »Wir nehmen Anteil am Schmerz von Familie de Souza und der methodistischen Gemeinden in Amazonien und begleiten unsere Partnerkirche im Gebet« teilte Bischöfin Wenner, anlässlich des Todes von Bischof de Souza mit.

Klaus Ulrich Ruof

Foto: weltmission