Mission stärken

Kinshasa: Wie kann die Mission der EmK gestärkt werden?

Das war die zentrale Frage der Tagung des Ständigen Ausschusses für Zentralkonferenz Angelegenheiten in Kinshasa (Demokratische Republik Kongo) beschäftigen.

Die 40 Delegierten aus Asien, Europa, Nordamerika und Afrika diskutierten unter der Leitung von Bischof Patrick Streiff in das Thema in drei Gruppen:

  • Die Gruppe »Bischöfliche Aufsichtsgebiete« hatte den Auftrag, Arbeitsbelastung und Rolle eines Bischofs oder einer Bischöfin in einer Zentralkonferenz zu untersuchen. Aufgrund dieser Untersuchungen sollten hilfreiche, kontextbezogene Kriterien für die Anzahl und die Zuteilung von Bischöfinnen und Bischöfen in den sieben Zentralkonferenzen entwickelt werden.
  • Die Gruppe »Zentralkonferenzen« hatte sich der Frage zu stellen, welches die optimalen Strukturen sind, die auf der ganzen Welt den Dienst der Kirche ermöglichen.
  • Der Gruppe »Generalkonferenz« war unter anderem die Aufgabe zugewiesen worden, zu evaluieren, wie gegenwärtig in den Zentralkonferenzen Provisorische Jährliche Konferenzen, Missionskonferenzen und Jährliche Konferenzen eingerichtet werden. Außerdem stand hier die Frage nach der Beziehung mit autonomen Kirchenstrukturen auf der Tagesordnung.

Aus der Arbeit der drei Untergruppen und der anschließenden Plenardiskussion resultierten verschiedene Empfehlungen an die Generalkonferenz:

  • Kriterien im Hinblick auf die Schaffung von neuen Bischöflichen Aufsichtsgebieten in den Zentralkonferenzen (ein entsprechender Bericht war von der Generalkonferenz 2008 gefordert worden);
  • Einrichtung eines vierten Bischöflichen Aufsichtsgebiets in der Zentralkonferenz von Kongo (wobei der größte Bedarf dafür ganz klar im Gebiet von Zentralkongo gesehen wurde);
  • Anpassung an die Realität der in der Kirchenordnung enthaltenen geographischen Informationen zu den Zentralkonferenzen (dies auf dem Hintergrund der Tatsache, dass vor allem in Afrika die EmK nicht nur im Hinblick auf die Mitgliederzahlen wächst, sondern dass sie sich auch auf benachbarte Länder ausdehnt);
  • Umwandlung der Malawi-Missionskonferenz in eine Provisorische Jährliche Konferenz;
  • Aufteilung der gegenwärtigen Jährlichen Konferenz von Nigeria in drei Jährliche Konferenzen;
  • Neuformulierung der kirchenrechtlichen Bestimmungen hinsichtlich der Schaffung von Provisorischen Jährlichen Konferenzen durch Zentralkonferenzen und ihrer Vertretung an der Generalkonferenz.

Empfehlung für die EmK in Asien

Der Ausschuss verabschiedete auch eine Empfehlung an die Missionsbehörde (General Board of Global Ministries), in der es um die mögliche Errichtung kirchlicher Strukturen in Südost-Asien geht. Eine zweite Empfehlung im Hinblick auf die künftige Finanzierung der alle vier Jahre stattfindenden Tagungen der Zentralkonferenzen ging an die Missionsbehörde und an den Rat für Finanzen und Administration (General Council on Finance and Administration).

Aus Deutschland nahmen Bischöfin Rosemarie Wenner, Christine Flick und Pastor Werner Philipp an der Tagung teil. »Es waren gute, konstruktive und eindrucksvolle Tage«, sagt Christine Flick. »Es hat mich beeindruckt, mit welcher Offenheit, Wertschätzung und gegenseitigen Annahme wir diskutiert und entschieden haben.«

Man sei zu guten Ergebnissen gekommen, die an vielen Stellen sogar im Konsens beschlossen werden konnten. Beeindruckt war Christine Flick auch von der großen Gastfreundschaft in den Gemeinden, vor allen bei den Besuchen am Sonntag. »Wir haben viel Armut gesehen und Lebensbedingungen, die uns bedrückt haben«, berichtet sie. »Gerade in diesem Umfeld war in den Gemeinden Freude, Fröhlichkeit und Hoffnung spürbar und ein großes Gottvertrauen. Wir sind als Geschwister willkommen geheißen, angenommen und mit hineingenommen worden.« In Kinshasa fehle es an vielem und oft vielleicht auch an lebensnotwendigem und gerade dort hätten die Gäste eine Atmosphäre der Dankbarkeit, der Freude und der Hoffnung erlebt – im Vertrauen auf Gott.
Der Ausschuss schloss in Kinshasa seine Arbeit für dieses Jahrviert ab. Es wird nun Aufgabe der Generalkonferenz 2012 sein, die Kirche so zu organisieren, dass es der Mission dient, Menschen in die Nachfolge Jesu Christi zu führen, auf dass die Welt verändert wird.

Quelle: Standing Committee on Central Conference Matters/Christine Flick