Im Vordergrund rechts Pastor R. Braun, links der Übersetzer Sup. i. R. Friedrich Hecker, im Hintergrund die Reisegruppe von EmK-Studienreisen, aus Deutschland

Im Vordergrund rechts Pastor R. Braun, links der Übersetzer Sup. i. R. Friedrich Hecker, im Hintergrund die Reisegruppe von EmK-Studienreisen, aus Deutschland

Anerkennung

Methodisten aus Deutschland stärken ihre Glaubensgeschwister in Ungarn

Nachdem das ungarische Parlament der methodistischen Kirche die Anerkennung entzogen hat, zeigte eine Reisegruppe von EmK-Studienreisen aus Deutschland Solidarität.

Pastor Braun, der die Reisegruppe von 65 Personen leitete, nutzte den Aufenthalt in Budapest, um mit der dortigen EmK-Gemeinde gemeinsamen den Gottesdienst zu feiern. In seiner Predigt sprach er den Menschen für ihre ungewisse Zukunft Gottes Segen und neuen Mut für ihren Glauben und Dienst in ihrem Land zu. Zur praktischen Unterstützung der kirchlichen Arbeit wurden im Gottesdienst einige Spenden überreicht.

Die Reisegruppe hatte unterwegs auf ihrer Donaukreuzfahrt bereits 950 Euro Spenden für ein soziales Projekt der EmK in Budapest zur Betreuung von Straßenkindern gesammelt. Christiane Hecker, die Leiterin des Projekts, nahm diese Unterstützung mit Dank und Freude entgegen. Sie schrieb in ihrem Dankesbrief: »Ich möchte mich sehr herzlich bedanken für Ihre großzügige Spende. Für unsere Mitarbeiter war es eine Gebetserhörung. Wir hatten finanzielle Probleme, denn der Schornstein in unserem Gebäude muss dringend repariert werden. Durch Ihre Spende ist nun die Heizung im Haus für unsere Jugendlichen gesichert. Gott hat uns durch Ihre Spende getröstet und ermutigt.«

Außerdem konnten aus einem Partnerschaftsfonds der Süddeutschen Konferenz weitere 1.000 Euro für die Arbeit der EmK in Ungarn an Superintendent Csernak und an Pastor Javor übergeben werden. Urs Schweizer vom Bischofsbüro des Genfer Sprengel in Zürich, zu dem die EmK Ungarns gehört, schrieb zu dem Besuch der Gruppe aus Deutschland: »Im Moment steht die EmK in Ungarn ja recht im Gegenwind bzw. ist durch einen politischen Entscheid der Regierung stark herausgefordert. In einer solchen Situation die Solidarität von Geschwistern im In- und Ausland spüren zu dürfen, ist sehr wertvoll. Danke für alle Ermutigung und Freude, die ihr den Menschen in Budapest gebracht habt – und vielen Dank auch, wenn ihr im Gebet mit ihnen verbunden bleibt.«

Reinhold Braun