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Montag, 16. April 2012

Sendungsgottesdienst: Tauft und lehrt

Am Sonntag, den 15. April feierte die Norddeutsche Jährliche Konferenz (NJK) zum Abschluss ihrer 20.Tagung (Motto: »und ihr sollt auch leben«) einen feierlichen Sendungsgottesdienst in der Heilig-Kreuz-Kirche in Berlin.

»Wir wissen, dass wir gehen sollen. Wir wollen – wenigstens prinzipiell...«, beschrieb Bischöfin Rosemarie Wenner in ihrer Predigt das Verhältnis vieler zum Missionsbefehl im Matthäus 28,16-20. Sie fragte gleich zurück: »... aber können wir? Auf Befehle reagieren Menschen mit Gehorsam oder auch mit Widerstand. Die Imperative im Missionsbefehl »Geht hin zu allen Völkern und macht die Menschen zu meinen Jüngern und Jüngerinnen« werden aber zum Evangelium durch den Zuspruch des Auferstandenen: »Ich bin immer bei euch, jeden Tag, bis zum Ende der Welt.«

Der sogenannte Missionsbefehl am Ende des Matthäusevangeliums wird zur Ostergeschichte. Wie die Jünger damals, schwanken auch Christen heute zwischen Freude und Zweifel. Rosemarie Wenner legte der Konferenzgemeinde in der gefüllten Heilig-Kreuz-Kirche drei Dinge ans Herz.

Es geht um Alles

Jesus sendet die Menschen, die ihm nachfolgen, in alle Welt. »Christus spannt für uns einen weiten Horizont auf, der ganz im Gegensatz zu dem häufigen Kleinklein unserer Kirche steht.«, sagte Rosemarie Wenner. Sie forderte die Gemeinde auf, sich bewusst vom Auferstandenen neues Leben schenken zu lassen und die Weite des Auftrages zu sehen.

In Jesu Schule gehen

Der Auferstandene beauftragt die Jünger, zu taufen und zu lehren. Die Taufe ist Gottes Werk, mit ihr beginnt das Christsein, führte Rosemarie Wenner aus. Die Menschen zu lehren, ist unsere Sache und vor allem: »Lernen kann Spaß machen«, hob die Bischöfin hervor. Jesus lehrt uns, was es mit dem Reich Gottes auf sich hat, wie man zum Bespiel Sorge verlieren kann. Kirche ist ein Lernort, wo sich Freiheit auftut und wir einen neuen Lebensstil einüben, so Rosemarie Wenner.

Am Ende bis zum Ende

Gott ist mit uns, hebt der Missionsbefehl hervor. Mit dieser Zusage können wir unsere Angst verlieren. Am Ende wird der Heilige Geist all das verbinden, was für uns in unserem Leben bruchstückhaft geblieben ist, sagte Rosemarie Wenner. Sie verwies auf John Wesley, der sagte: »Das Beste von allem ist, dass Gott mit uns ist.«

Michael Putzke

 

 

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