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Dienstag, 6. März 2012

Ungarn: staatliche Anerkennung für die Evangelisch-methodistische Kirche

Das ungarische Parlament hat am 27.02.2012 18 weitere Kirchen und Religionsgemeinschaften staatlich anerkannt – darunter auch die Evangelisch-methodistische Kirche

Damit haben arbeitsintensive und von vielen Gebeten und Unterstützungsbriefen begleitete Bemühungen um eine offizielle Anerkennung als Kirche ein glückliches Ende gefunden.

Kurz vor der Sommerpause 2011 verabschiedete das ungarische Parlament ein neues Kirchengesetz, das gegen 300 Glaubensgemeinschaften den offiziellen Status entzog – überraschenderweise auch der Evangelisch-methodistischen Kirche (EmK). Diese war die einzige Kirche des Ökumenischen Rates in Ungarn sowie die einzige ungarische Mitgliedskirche der Konferenz Europäischer Kirchen, welcher die offizielle Anerkennung versagt blieb.

Am 19. Dezember 2011 wurde das Kirchengesetz vom Verfassungsgericht zurückgewiesen, worauf es vom Parlament noch Ende Dezember 2011 leicht überarbeitet und schliesslich definitiv verabschiedet wurde. Die Situation für die EmK blieb insofern unverändert, als dass weiterhin nur 14 Kirchen und Religionsgemeinschaften anerkannt waren – unter ihnen die Römisch-katholische Kirche, die Reformierte Kirche, die Evangelisch-Lutherische Kirche, zwei Orthodoxe Kirchen, drei israelitische Glaubensgemeinschaften und die Baptisten als einzige Freikirche.

70 Kirchen und Religionsgemeinschaften, die schriftlich gebeten hatten, ebenfalls auf die Liste der anerkannten Kirchen und Religionsgemeinschaften aufgenommen zu werden, verloren aber zumindest vorläufig ihre aktuelle Stellung nicht. Bis Ende Februar 2012 wurde ein Entscheid über die künftige Rechtsstellung dieser Kirchen und Religionsgemeinschaften in Aussicht gestellt.

Nun wurden am Montagnachmittag, 27. Februar 2012, 18 weitere Kirchen und religiöse Gemeinschaften in den Katalog der sogenannten »privilegierten« Bekenntnisse aufgenommen – neben der EmK unter anderem auch die Adventisten, Anglikaner, Kopten, Mormonen, Zeugen Jehovas, Muslime, Hindus sowie fünf buddhistische Gemeinschaften.

In einer zweiten Abstimmung wurde der Antrag zur Anerkennung von weiteren 66 Kirchen und religiösen Gemeinschaften abgelehnt. Diese können nun erst wieder in einem Jahr einen entsprechenden Antrag stellen.

Superintendent Istvan Csernak, Budapest, zeigte sich erleichtert darüber, dass der offizielle kirchliche Status der EmK nie unterbrochen worden war. Für die grosse internationale Solidarität und Unterstützung sprach er seinen herzlichen Dank aus.

Quellen: www.emk-schweiz.ch / Superintendent Istvan Csernak / Bischofssekretariat Zürich / www.kathweb.at

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