Sie sind hier: Startseite > Meldungen > Meldungsarchiv > Meldungen 2012 > 

Mit »unterwegs« auf dem Laufenden

aktuelle Ausgabe des Magazins »unterwegs«

Testen Sie die Zeitschrift der Evangelisch-methodistischen Kirche.

undefined Hier können Sie ein Gratis-Heft bestellen.

Rosemarie Wenner

Montag, 30. Januar 2012

»Gott sieht die Kranken«

Bischöfin Rosemarie Wenner betonte beim Jubiläum des Stuttgarter Bethesda-Krankenhauses den nach wie vor gültigen Auftrag christlicher Krankenpflege.

Es bleibe eine Herausforderung, neben professioneller Pflege und Behandlung auch von Gottes Gegenwart zu reden zum Gebet einzuladen.

Motiviert aus Nächstenliebe begannen Bethesda-Diakonissen 1896 mit Privat- und Armenpflege in Stuttgart. Mit der Zeit übernahmen die Schwestern auch leitende Aufgaben bei verschiedenen Ärzten und Privatkliniken. Dadurch entstand der Wunsch, eine eigene »Krankenanstalt« in Stuttgart zu gründen. 1910 erwarben die Diakonissen die Villa Mohl an der Hohenheimer Straße und bauten sie zu einem Krankenhaus um. Am 31. Januar 1912 wurde die Klinik eingeweiht. Fast auf den Tag genau 100 Jahre feierte am 29. Januar eine große Festgemeinde das Jubiläum. 

»Gott sieht die Kranken!«, sagte Rosemarie Wenner, die Bischöfin der Evangelisch-methodistischen Kirche, in ihrer Predigt im Festgottesdienst. Diese Überzeugung habe Christen vor mehr als 100 Jahren dazu getrieben, sich der Krankenpflege zu widmen – in einer Zeit, als der Kampf gegen die Krankheit fast ausschließlich in den Familien stattgefunden habe. Der Name »Bethesda – Ort der Barmherzigkeit« verweise dabei auf den Teich Bethesda in der Nähe von Jerusalem, wo Jesus einem Menschen geholfen hatte, nach 38 langen Krankheitsjahren wieder auf die Beine zu kommen. Von diesem Vorbild hätten sich die Gründungspersönlichkeiten der diakonischen Einrichtungen motivieren lassen. »Sie wollten Orte der Barmherzigkeit schaffen«, betonte Wenner.

Volker Kiemle

undefinedwww.bethesda-stuttgart.de