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Bischöfin Rosemarie Wenner

Samstag, 26. November 2011

Bischöfin Rosemarie Wenner – Gedanken zur Adventszeit

Advent ist die Zeit der Erwartung. Doch Warten können ist nicht meine Stärke.

Ich habe viel zu tun und lasse mich dabei nicht gern aufhalten durch verspätete Züge, geplatzte Termine oder eine lästige Grippe, die auskuriert werden muss. Gleichzeitig habe ich schon oft erlebt, dass Unterbrechungen gut tun können. Einmal zum Nichtstun gezwungen, komme ich zum Nachdenken und beginne, manches aus anderer Perspektive zu sehen.

Advent ist für die Christenheit eine Zeit zum Innehalten und zur Umkehr, denn Gott kündet sein Kommen in der Welt an. Um auf Gott zu hören, muss ich vielleicht sogar das vorweihnachtliche Programm unterbrechen und zum Beispiel einige Veranstaltungen auslassen und nicht so viele Geschenke kaufen. Stattdessen können Zeiten zum Bibellesen und Beten wichtig werden und Begegnungen, in denen ich Gott in Mitmenschen entdecke: Vielleicht in einer Nachbarin, die mich mit ihren Meinungen über Gott und die Welt herausfordert oder in einem Fremden, der mich in seiner Not anrührt.

Gott kommt. Ich will ihn erwarten im Advent. Auch wenn mir das Warten schwer fällt, es wird sich lohnen. Denn wenn Gott einkehrt, gilt:

Die Liebe geht nicht mehr verloren.
Das Unrecht stürzt in vollem Lauf.
Der Tod ist tot. Das Volk jauchzt auf
und ruft: »Uns ist ein Kind geboren!«

Jan Willem Schulte Nordhol (Niederlande) 1959; Übersetzung: Jürgen Henkys 1980 EM 159,5)

Ich wünsche eine gesegnete Adventszeit,

Bischöfin Rosemarie Wenner

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