Sie sind hier: Startseite > Meldungen > Meldungsarchiv > Meldungen 2012 > 

Mit »unterwegs« auf dem Laufenden

aktuelle Ausgabe des Magazins »unterwegs«

Testen Sie die Zeitschrift der Evangelisch-methodistischen Kirche.

undefined Hier können Sie ein Gratis-Heft bestellen.

Mittwoch, 15. Februar 2012

Zur Bedeutung des Sterbens Christi

Warum musste Jesus sterben? Diese Frage stand im Zentrum des Seminars »Laien in der Verkündigung« Anfang Februar in Stuttgart. Erstmals waren auch Teilnehmer aus Österreich dabei.

Bischof i.R. Walter Klaiber vertiefte das Thema in verschiedenen Referaten. Dabei ging er den unterschiedlichen Erzählweisen der Evangelisten ebenso nach wie dem Christusverständnis, das Paulus in seinen Briefen entwickelt und den Erklärungsversuchen des Heilsgeschehens, welches die frühe Christenheit in den Psalmen und dem Buch Jesaja mit den Gottesdienstliedern fand.
Dabei war zum einen die Frage zu klären, was den Teilnehmern der Tod und die Auferstehung persönlich bedeutet. Zum anderen ging es um Fragen, die von der heutigen Gesellschaft an Christen herangetragen werden. Bischof Walter Klaiber hatte schon in seinem Buch »Jesu Tod und unser Leben« einige dieser Fragen aufgeworfen: Braucht Gott ein Opfer? Ist es nicht sadistisch den eigenen Sohn zu opfern, wo bleibt da die Liebe? Kann jemand stellvertretend für meine Sünden sterben und damit meine Schuld wirklich sühnen?

Hineingenommen in diese aktuelle, theologische Diskussion und bestätigt von der eigenen Wahrnehmung der Schwierigkeiten in der Verkündigung von Gottes Wort, mussten – eigentlich nicht überraschend – viele Fragen offen bleiben.

Am Samstagnachmittag konnten sich alle Teilnehmer selbst mit wesentlichen Texten des Kreuzes Christi, auch in Hinblick auf eine eigene Predigt, auseinander setzen. Am Samstagabend gab es die Möglichkeit, die Vermittlung von Jesu Passion anhand von drei Fimausschnitten auf sich wirken zu lassen: »Das 1. Evangelium – Matthäus« von Pier Paolo Pasolini (1964), dem Musical »Jesus Christ Superstar« von Andrew Lloyd Webber (1971) oder der Verfilmung des Buches »Jesus von Montreal« von Denys Arcand (1989). Das Seminar endete mit einem gemeinsamen Gottesdienst, bei dem zwei Teilnehmer eine Predigt vortragen konnten.

Frank Moritz-Jauk
EmK-Graz, Österreich