Hilfe für den Kongo

Bischöflicher Alarmruf aus dem Kongo

Aus dem östlichen Teil der Demokratischen Republik Kongo kommt ein »Alarmruf« von Bischof Gabriel Unda Yemba.

Er schildert dem Bischofsrat der Evangelisch-methodistischen Kirche (EmK) die schlimmen Zustände rund um die Provinzhauptstadt Goma.

Bischof Gabriel Unda Yemba schreibt: »Dieser Alarmruf, den wir genau jetzt aussenden, gründet sich auf die Kriegsgräuel, die diesen Teil des bischöflichen Aufsichtsgebietes bedrängen. Die Konfrontationen zwischen der Rebellengruppe M23 und der regulären Armee der Demokratischen Republik Kongo haben schreckliche Folgen.« Nach Angaben des Bischofs fliehen etwa 200.000 Menschen, darunter auch Glieder der EmK, vor dem Krieg. Bischof Unda Yemba beschreibt die Folgen: Es fehlt an vielem: Unterkünfte, Kleidung, Nahrung, Wasser und medizinische Hilfe. Menschen sterben, besonders Frauen und Kinder. In der Region könne man nicht mehr leben angesichts der Schrecken, denen Männer, Frauen und Kinder begegnen.
Der Bischof erinnert daran, dass in der Region seit 1998 etwa sechs Millionen Menschen ums Leben gekommen sind. Er schlägt ein Eingreifen des Sicherheitsrates der Vereinten Nationen vor und bittet um Hilfe für die örtlichen Kirchengemeinden, damit diese die Menschen versorgen können. Unda Yemba dankt für die Gebete.

In einer Antwort schreibt die Präsidentin des Bischofsrates der EmK, die deutsche Bischöfin Rosemarie Wenner, dass die Glieder der EmK für die Menschen im Kongo beten. Thomas Kemper, Generalsekretär der Missionsbehörde der EmK, sagt Unterstützung seiner Behörde zu, sobald klar sei, wie die Hilfe die Menschen erreichen könne.

Bischof Gabriel Unda Yemba ist erst dieses Jahr in sein Amt gewählt worden. Die Generalkonferenz der EmK hatte im Frühjahr die Zahl der Bischöfe in der Zentralkonferenz Kongo von drei auf vier erhöht. Die EmK wächst in diesem Teil Afrikas stark.

Reinhold Parrinello

Foto: UMNS