EmK München

Kirche als Anziehungspunkt im Stadtteil

Am dritten Dezemberwochenende wird das neue Gemeindezentrum der EmK-Erlöserkirche München feierlich eingeweiht. Jeannette Blunck (Öffentlichkeitsbeauftragte) beschreibt den Weg zum Neubau.

Mit dem Gebäude im Hinterhof in der Innenstadt stießen wir auf räumliche Grenzen. Wir hatten zu wenig Gruppenräume, der Gottesdienstraum war für besondere Gottesdienste zu klein, um allen Besuchern einen Platz zu bieten. Zudem war das alte Gebäude wenig einladend – es bot etwa kein Foyer für Gespräche nach dem Gottesdienst. Für den Kirchenkaffee mussten mit großem Radau die Stühle zusammengeschoben werden, um in einer Ecke des Gottesdienstraumes Platz für Stehtische und die Kaffeetheke zu schaffen. Solch eine Umräumerei grenzt Gäste und Gottesdienstbesucher aus, die zum ersten Mal kommen. Durch besondere Einladeaktionen wie zum Beispiel das Adventsblasen im U-Bahnhof ist es uns regelmäßig gelungen, Menschen aus unserer Nachbarschaft in unsere Gottesdienste einzuladen. Die Herausforderung ist aber, ihnen eine Atmosphäre zu bieten, in der sie sich angenommen und zugehörig fühlen.

Geräumig und einladend

Jetzt haben wir ein großzügiges Gemeindezentrum gebaut, das neben einem Gottesdienstraum für rund 350 Personen ein einladendes Foyer, einen Gemeindesaal und etliche Gruppenräume in verschiedenen Größen bietet. Im Untergeschoss gibt es eine Mehrzweckhalle, die auch als Sporthalle genutzt werden kann. Bei allen Räumen haben wir darauf geachtet, dass sie mehrere Funktionen erfüllen und auch gemeindefremden Gruppen angeboten werden können. Unsere Vision ist, dass unser neues Gemeindezentrum ein Anziehungspunkt für die Menschen im Stadtteil wird. Wir möchten als eine Gemeinde wahrgenommen werden, die auf die Menschen zugeht, und sich für ihre Sorgen und Nöte und ihre Lebenssituationen interessiert.

Für Kinder und Jugendliche

Unser Schwerpunkt hierbei liegt auf der Kinder- und Jugendarbeit. So starten wir im Dezember unser neues Projekt »Kinder in die Mitte «, mit dem wir Münchens Kindern ein kostenloses, beziehungsweise sehr kostengünstiges Freizeitprogramm anbieten werden. Dieses umfasst zunächst ein Taekwondotraining für Grundschüler, musikalische Früherziehung und einen Indoor-Spielplatz für Vorschulkinder. Je nachdem, wie wir Mitarbeiter und Fördergelder für unser Projekt gewinnen können, wollen wir unser Angebot noch ausweiten. Dabei denken wir an eine tägliche Hausaufgabenbetreuung und ein Kinderprogramm für die Ferienzeit oder für Samstage, um Eltern Gelegenheit zu geben, im nahe gelegenen Einkaufszentrum zu bummeln und ihre Einkäufe zu erledigen.

Viele Ideen

Ideen haben wir viele, nur müssen wir natürlich auch darauf achten, dass wir die Arbeit bewältigen können. Allein für den Indoor-Spielplatz benötigen wir täglich ein bis zwei Aufsichtspersonen, und die »normale« Gemeindearbeit läuft ja auch noch weiter. Wir haben inzwischen sehr viele Gruppen und ehrenamtliche Mitarbeiter, die einen Ansprechpartner brauchen. Um unseren Pastor diesbezüglich zu entlasten, haben wir uns dieses Jahr dazu entschlossen, einen Verwaltungsleiter einzustellen, dessen Aufgabe es ist, die Gesamtkoordination aller Gruppen und der ehrenamtlichen Mitarbeit zu übernehmen. Des Weiteren soll er sich um die Vermietung unserer Räumlichkeiten kümmern sowie Fördergelder und Spenden von Gemeindefremden akquirieren.

Unsere Vision

Wir haben den Bau viele Jahre vorbereitet und als Gemeinde dafür gebetet, dass Gott uns den richtigen Weg zeigt und uns entsprechend leitet. Welches der richtige Weg für andere Gemeinden ist, muss jede Gemeinde für sich selbst herausfinden. Wir glauben, dass wir als Münchner Erlöserkirche nun unsere Visionen mit dem neuen Gemeindezentrum in Taten umsetzen können.

Jeannette Blunck

Foto: www.erloeserkirchemuenchen.de