Diakonie Katastrophenhilfe

»Syrische Flüchtlinge brauchen unsere Hilfe«

»Unsere Hilfe muss vielen syrischen Flüchtlingen über den Winter helfen«, berichtet Cornelia Füllkrug-Weitzel, Präsidentin der Diakonie Katastrophenhilfe.

Zu Beginn der Regenzeit und kurz vor dem Wintereinbruch besuchte die Pfarrerin das jordanische Lager Za‘atari nahe der syrischen Grenze sowie Flüchtlingsfamilien in Amman. Mit einer Million Euro unterstützt das evangelische Hilfswerk seit März 2012 Flüchtlinge aus Syrien in den Nachbarländern Jordanien, Irak, Libanon und Türkei.

Cornelia Füllkrug-Weitzel zeigt sich angesichts des hereinbrechenden Winters über das Schicksal vieler Flüchtlingsfamilien besorgt. Vor allem nachts werden die Temperaturen zum Teil bis auf null Grad oder auch darunter fallen. »Die Menschen beklagen sich schon jetzt darüber, dass sie frieren, und viele Kinder haben bereits Atemwegserkrankungen«, so Füllkrug-Weitzel. Infrastruktur und Ausrüstung des Camps waren auf den Sommer ausgelegt, weil alle auf eine baldige Rückkehr gesetzt haben. Die Sommerzelte können die Bewohner nicht vor Kälte und Regen schützen: Es regnet durch und die Matratzen schwimmen im Wasser.

Die Diakonie Katastrophenhilfe beschafft in Za‘atari – auch mit Mitteln des Auswärtigen Amtes - gerade 100 Wohncontainer, Isolationsmaterial für 1000 Zelte sowie Winterkleidung für 11.500 Kinder. Hinzu kommen Wolldecken und Heizgeräte für 2200 Unterkünfte. Außerdem muss das Camp, in dem derzeit 45.000 Menschen Zuflucht gefunden haben, erweitert werden. Täglich kommen dort 600 bis 1000 neue Flüchtlinge an. Unterkünfte für weitere 40.000 Menschen sind in Planung.

In Za‘atari sind nur die Flüchtlinge untergebracht, die seit Juli über die grüne Grenze kommen. Der Großteil der mindestens 230.000 syrischen Flüchtlinge – die jordanische Regierung nennt weit höhere Zahlen – hat Zuflucht in grenznahen Dörfern und den großen Städten gesucht. »Die jordanische Bevölkerung hat sie bewundernswert hilfsbereit in den ersten Wochen unterstützt und tut es zum Teil noch – sogar um den Preis eigener Verschuldung. Das gilt auch für die jordanische Regierung, die mehr für die Flüchtlinge tut als jedes andere Land, das ich in solchen Situationen je bereist habe«, sagt Füllkrug-Weitzel.

Von dem seit März 2011 andauernden bewaffneten Konflikt sind bisher 2,5 Millionen Syrer betroffen, über 400.000 sind vor der Gewalt geflüchtet. Die Vereinten Nationen rechnen damit, dass bis zum Jahresende vier Millionen Syrer direkt von den Kampfhandlungen betroffen sein werden und die Zahl der Flüchtlinge auf über 700.000 ansteigt. »Wir sind darauf vorbereitet, unsere Arbeit für die Menschen aus Syrien weiter auszubauen«, so Füllkrug-Weitzel zum Abschluss ihrer Reise.

Die EmK in Deutschland bittet um Spenden, Kennwort: »Nothilfe Syrien«.

Spendenkonto:

Evangelisch-methodistische Kirche – Brot für die Welt/Katastrophenhilfe
Konto: 4 105 400, EKK Kassel, BLZ: 520 604 10

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Evangelisch-methodistische Kirche - Diakonie Katastrophenhilfe
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