Bischöfin Rosemarie Wenner

Gutes erwarten und Gutes tun

Bischöfin Rosemarie Wenner ermuntert in ihrer Grußbotschaft zum 1. Advent zur Teilnahme an der diesjährigen Weihnachtsaktion der Weltmission.

Gutes erwarten und Gutes tun – zu beidem sind wir in der Adventszeit eingeladen. Weil wir Gottes Geschenk erwarten, Gottes Ankunft in der Welt, erinnern wir uns an Menschen, denen wir unsere Zuneigung zeigen wollen.

Postkarten werden versandt und ab und zu gibt es vorweihnachtliche Geschenke. Staunend nehmen wir wahr, mit wie vielen Menschen wir verbunden sind. In der Evangelisch-methodistischen Kirche laden wir unter dem Motto »Netze retten Leben« ein, den Kreis derer, die wir beschenken, weit auszudehnen. Wir werden damit Teil des weltweiten Netzwerkes unserer Kirche.

Bis 2016 werden hoffentlich 75 Millionen US-Dollar zusammengetragen, um Malaria wirksam zu bekämpfen. Noch stirbt alle 60 Sekunden ein Kind an Malaria, obwohl die Krankheit verhindert oder behandelt werden kann. Schon indem wir 10 Euro verschenken, kann einer Familie in Afrika ein Moskitonetz übergeben werden. Wenn viele Menschen Gaben beisteuern, wird gemeinsam mit den Partnern vor Ort viel Gutes geschehen können.

Ich werde Familienmitglieder und Freunde in dieses Netz der Hilfe einbeziehen, indem ich quasi in ihrem Namen eine Spende für »Netze retten Leben« mache und nur ein kleines Geschenk für sie kaufe.

»Lasst uns aufeinander Acht haben und uns anreizen zur Liebe und zu guten Werken«, heißt es in Hebräer 10,24. Liebe multipliziert sich, indem wir sie weitergeben. Wer an bei »Netze retten Leben« mitwirken will, kann unter www.emk-weltmission.de/weihnachtsaktion.html mehr erfahren. Und wer auf ganz andere Weise Freude gibt und Hoffnung weckt, ist damit auch Teil der Kette derer, die die Liedzeile beherzigen: »Nun tragt eurer Güte hellen Schein / weit in die dunkle Welt hinein.« (EM 161,3).

Bischöfin Rosemarie Wenner

Foto: Stuart Ramson