Thomas Unger

Thomas Unger

Volksmusik

Jesus steht an erster Stelle

Seit 2000 nennt sich ein Volksmusiktrio aus dem Erzgebirge »de Randfichten«. Mit der Single »Lebt denn der alte Holzmichl noch«, die den dritten Platz der deutschen Single-Charts erreichte, wurde die Gruppe 2004 deutschlandweit bekannt.

Im Fokus der Aufmerksamkeit steht der Sänger der Band, Thomas »Rups« Unger. Er gehört zur EmK-Gemeinde in Antonsthal und besucht dort mit seiner Familie regelmäßig die Gottesdienste. Pastor Harald Hunger hat mit ihm gesprochen.

Thomas, was macht dich eigentlich zu einem interessierten Gottesdienstbesucher?

Thomas Unger: Ganz wichtig ist, dass man sich in seiner Gemeinde wohlfühlt, und das tue ich in Antonsthal. Dort stehe ich mal nicht im Mittelpunkt, sondern unser gnädiger Gott und das genieße ich richtig.

Kannst du den Lesern von »unterwegs« ein wenig Anteil an deiner Lebensgeschichte geben?

Thomas Unger: Ich hatte eine schöne Kindheit, doch über Gott wurde bei uns zu Hause nicht gesprochen. Bin zehn Klassen zur Schule gegangen, habe dann meine Lehre zum Facharbeiter für Holztechnik gemacht. Danach war ich in vielen Jobs unterwegs und nebenher hab ich immer Musik gemacht. Ich hatte ja als Kind vier Jahre Akkordeonunterricht und hab schon immer gerne gesungen. 1992 gründete ich dann mit einem Musikerkollegen zusammen die Randfichten, und das ist seit 1997 mein Hauptbroterwerb. Im Jahr 2000 lernte ich meine jetzige Frau kennen. Sie ist meine Traumfrau, nach der ich immer gesucht habe. Seit 2002 bin ich mit ihr verheiratet und wir haben einen gemeinsamen Sohn. Unser Kurt ist jetzt sieben Jahre alt und er ist unser größtes Glück. Zudem habe ich noch drei Söhne aus früheren Beziehungen und wir haben mit allen ein super Verhältnis. Wenn es geht, besuchen sie uns regelmäßig. Meine Frau brachte auch noch eine Tochter mit in die Ehe, die aber auch schon verheiratet ist und nicht mehr bei uns zu Hause wohnt. Was ich aber super finde, alle gehen ihren Weg mit Gott!

Welche Rolle spielen in deinem Leben deine Frau und deine Familie?

Thomas Unger: Eine sehr große! Es gibt nichts Schöneres, als nach einem stressigen Auftrittswochenende nach Hause zu kommen, in ein Umfeld, das man kennt und wo man sich wohlfühlt.

Anlässlich einer Evangelisation in Schwarzenberg hast du eine erste von dir produzierte Solo-CD vorgestellt. Was sagen die anderen beiden »Randfichten« zu solch einem Alleingang?

Thomas Unger: Beide sind da sehr tolerant und haben kein Problem damit.

Deine neue CD trägt den Titel »Thomas Rups Unger – Alles was ich brauch«. Was brauchst du?

Thomas Unger: An erster Stelle brauche ich Jesus, weiterhin meine Familie und ab und zu mal ein paar Tage Erholung in meinem Lieblingsland Norwegen.

Auf der CD greifst du bei deinen Interpretationen auch auf altes geistliches Liedgut zurück. Warum?

Thomas Unger: Ich hab einfach die Lieder herausgesucht, die mich nicht nur vom Inhalt, sondern auch von der Melodie her ansprechen. Alte Gemeindelieder im neuen Gewand und auch eigene Titel sind auf dieser Scheibe zu finden.

Harald Hunger

»De Randfichten« im Internet - www.randfichten.de

Foto: randfichten.de