Präsident der Vereinigung Evangelischer Freikirchen, Präses Ansgar Hörsting

Präsident der Vereinigung Evangelischer Freikirchen, Präses Ansgar Hörsting

VEF

VEF: Freikirchen müssen im SWR-Rundfunkrat bleiben

Im SWR-Rundfunkrat soll es künftig keinen freikirchlichen Vertreter mehr geben. Dagegen protestiert die Vereinigung Evangelischer Freikirchen (VEF).

Geht es nach den Plänen der baden-württembergischen Landesregierung, dann sollen die Freikirchen im Rundfunkrat des Südwestrundfunks (SWR) keinen Sitz mehr haben. Dagegen hat Ansgar Hörsting, der Präsident der Vereinigung Evangelischer Freikirchen (VEF), scharf protestiert. In einem Brief an Ministerpräsident Winfried Kretschmann weist Hörsting darauf hin, dass der freikirchliche Vertreter nicht nur für die 14 Kirchen und Gemeinschaften der VEF spricht, sondern auch für alle christlichen Kirchen außerhalb der Römisch-katholischen Kirche und der evangelischen Landeskirchen. Insgesamt seien das etwa 400.000 Gläubige in Baden-Württemberg und weitere 150.000 in Rheinland-Pfalz. Falle der Sitz weg, werde das den gesellschaftlichen Verhältnissen und der Bedeutung der Freikirchen nicht gerecht.

Hörsting bemängelt insbesondere, dass nach den Plänen der Landesregierung zahlreiche Gruppierungen einen zweiten Sitz im Rundfunkrat erhalten sollen. Ehe zusätzliche Sitze verteilt würden, müsse gewährleistet sein, dass relevante Gruppierungen mindestens einen Sitz erhalten. »Der erste Sitz ist der wichtigste, weil er eine Mitverantwortung überhaupt erst ermöglicht«, betont Hörsting. »Wir wenden uns mit aller Deutlichkeit dagegen, dass die Freikirchen aus der Mitverantwortung für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk vollständig ausgeschlossen werden sollen. Das ist weder rechtlich geboten noch politisch sinnvoll.«

Volker Kiemle

Foto: Präsident der Vereinigung Evangelischer Freikirchen, Präses Ansgar Hörsting