Bischöfin Rosemarie Wenner

Bischöfin Rosemarie Wenner

Bischöfin Rosemarie Wenner

Wort zur Passionszeit

Der Weg in Jesu Nachfolge birgt Risiken in sich. Das wird in der Passionszeit besonders deutlich. Jesus fordert uns auf: »Wer mir folgen will, der verleugne sich selbst und nehme sein Kreuz auf sich täglich und folge mir nach« (Lukas 9,23).

Das hört sich nicht nach einem Spaziergang an. Wer eine anspruchsvolle Wanderung unternimmt, tut gut daran, nicht alleine loszugehen. Insofern freue ich mich über so manche Initiativen, in der sich Gemeinden in den Wochen bis Ostern damit beschäftigen, was Nachfolge meint.

Man bildet Gesprächsgruppen, in denen die Einzelnen ihren Alltag unter dem biblische Zu- und Anspruch betrachten. Man vergewissert sich, dass Christus selbst uns die Richtung vorgibt. Weil er uns liebt, werden wir zur Hingabe befreit. Unsere Aktionen  sind deshalb Re-Aktion. Genauer gesagt geht es darum, an Gottes Wirken in Christi Nachfolge mitzuwirken. Trotzdem erfordert jeder Aufbruch Mut. Einzelne Menschen wagen es, schädliche Gewohnheiten aufzugeben, andere Prioritäten für ihr Leben zu setzen  oder ein einen angemessenen Rhythmus von Arbeit und Ruhe einzuüben.

Gemeinden überprüfen ihren Alltag und fragen, ob ihre Aktivitäten sie weiter bringen auf dem Weg Jesus nach, der zu den Menschen in ihrer Umgebung führt. Viele riskieren etwas, obwohl Unsicherheiten bleiben. Sie trauen Jesu Versprechen, die seiner Aufforderung zum Aufbruch folgt: »Denn wer sein Leben erhalten will, der wird es verlieren; wer aber sein Leben verliert um meinetwillen, der wird's erhalten.« (Lukas 9,24).

Bischöfin Rosemarie Wenner