ACK

ACK verurteilt Terror und Gewalt im Namen der Religion

»Gewalt und Terror im Namen der Religion ist durch nichts zu rechtfertigen«, heißt es in einer Erklärung, die durch die Mitgliederversammlung der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) in Magdeburg verabschiedet wurde.

Im Rahmen ihrer Mitgliederversammlung riefen die Delegierten der ACK ihre Mitgliedskirchen dazu auf, sich für eine menschenwürdige Behandlung von Flüchtlingen einzusetzen. Sie zeigten sich entsetzt über die Zahl von Menschen, die aus religiösen Gründen getötet, bedrängt oder aus ihrer Heimat vertrieben werden und verabschiedeten eine Erklärung gegen Terror und Gewalt im Namen der Religion. »Gemeinsam mit Menschen anderer Religionen setzen wir uns mit Projekten und Einzelinitiativen für eine friedliche Gesellschaft ein, in der das Menschenrecht auf Religionsfreiheit garantiert ist«, heißt es in der Erklärung. Weiter dankt die ACK darin allen, die sich mit »großem Einsatz dafür engagieren, Flüchtlinge in unserem Land willkommen zu heißen und ihnen Perspektiven für ein Leben in Ruhe und Sicherheit zu geben«. Die ACK-Mitgliedskirchen werden gebeten, weiterhin Zeichen der Solidarität und des Friedens zu setzen und die Aufnahme und menschenwürdige Behandlung von Flüchtlingen nach ihren Kräften und Möglichkeiten zu unterstützen.

Außerdem weist die ACK auf den Völkermord an den Armeniern hin, der sich im Jahr 2015 zum hundertsten Mal jährt. »Selbst nach nahezu einem Jahrhundert hat dieses Geschehen nicht nur erhebliche Auswirkungen auf das armenische Volk, sondern auch auf die internationale Gemeinschaft«, heißt es in einer bei der Mitgliederversammlung verabschiedeten Erklärung. Auch wenn es kaum noch Überlebende gebe, bleibe die Frage der Anerkennung von Leid und Unrecht weiterhin aktuell. Die ACK ermutigt ihre Mitgliedskirchen und Gemeinden, dieses Gedenken mit Gebeten und Gottesdiensten zu begehen. Als Termin für solche Gedenkveranstaltungen wird der 24. April 2015 empfohlen.

Die Mitgliederversammlung ist das oberste, beschlussfassende Leitungsorgan der ACK. Sie besteht aus 47 Delegierten der Mitglieder, Gastmitglieder sowie ständigen Beobachtern, die von den Kirchen für die Dauer von fünf Jahren benannt werden. Die Mitgliederversammlung der ACK tagt in der Regel zweimal jährlich, im Frühjahr und Herbst.

Klaus Ulrich Ruof, Redaktion emk.de

Wort der ACK gegen Terror

Statement Genozid an den Armeniern

www.oekumene-ack.de