Trauer um Bodo Schwabe

EmK trauert um Bodo Schwabe

Der langjährige Missionssekretär der EmK, Bodo Schwabe, erlag am gestrigen Mittwoch im Alter von 72 Jahren einer Tumorerkrankung.

Als Missionssekretär prägte Schwabe 18 Jahre lang, von 1980 bis 1998, die Arbeit der Weltmission der Evangelisch-methodistischen Kirche (EmK) in Deutschland. In dieser Zeit wurden die internationalen Beziehungen der deutschen EmK und ihrer Partnerkirchen stark ausgebaut. Schwabe war überzeugt, dass Mission nur partnerschaftlich bewältigt und in stetigem Austausch gelingen kann, weshalb er den Austausch von Mitarbeitenden zwischen den Partnerkirchen schon kurz nach seinem Dienstantritt als »außerordentlich wichtig« beschrieb. Damit, so betonte er, bestehe »ein wesentlicher zusätzlicher Informationsfluss, der für unsere Arbeit unverzichtbar ist.«

Während seiner Amtszeit werden 48 Missionare aus Deutschland in Partnerkirchen in acht Ländern Afrikas, Südamerikas und Südostasiens ausgesandt. Bereits im ersten Jahr seiner Amtszeit kommt im Gegenzug ein Missionsmitarbeiter aus Indien zu einem Aufenthalt nach Deutschland. Diese Form des Austauschs wird von da an in der Arbeit der Weltmission praktiziert und ausgebaut. Um die Zusammenarbeit zu fördern und um eine eigene Vorstellung von der Arbeit der Partnerkirchen zu erhalten, unternimmt Schwabe zahlreiche Auslandsreisen nach Nigeria, Sierra Leone, Brasilien, Indien, Mosambik, Liberia, Simbabwe, Südafrika, Zaire, Burundi und Nicaragua. In den Partnerkirchen wird er als integerer Gesprächspartner und entschiedener Anwalt der gemeinsamen Sache sehr geschätzt. Darüber hinaus vertritt er die deutsche EmK sowohl in internationalen Gremien der EmK als auch in verschiedenen ökumenischen Gremien und knüpft Kontakte zu Brot für die Welt, Dienst in Übersee, zur Evangelischen Zentralstelle für Entwicklung und zum Weltgebetstagskomitee. In seiner ruhigen und deutlichen Art ist er ein willkommener Gesprächspartner, der auch bei Missverständnissen und Auseinandersetzungen zur Klärung anstehender Fragen beiträgt.

Nach seiner Amtszeit als Missionssekretär ist Schwabe als Gemeindepastor in Hamburg-Eppendorf und Eimsbüttel. Während seines Ruhestands übernimmt er für drei Jahre einen Dienst in der deutschen Gemeinde der United Church in Washington DC (USA). Anschließend verbringt er seinen Ruhestand in Oberursel im Taunus.

Klaus Ulrich Ruof

Foto: Privat