Gebetstag für verfolgte Christen

Gebetstag für verfolgte Christen

Die weltweite Verfolgung, Misshandlung und Vertreibung von Christen ist Thema des Gebetstags für verfolgte Christen am 16. November.

Weltweit werden Millionen von Christen wegen ihres Glaubens verfolgt oder benachteiligt, tausende sterben jedes Jahr gewaltsam wegen ihres Glaubens. Am »Weltweiten Gebetstag für verfolgte Christen« stehen Christen im Gebet für diese verfolgten Mitchristen ein. »Menschen sollen sensibilisiert und mobilisiert werden, sich für die Religionsfreiheit und für die verfolgten Christen einzusetzen« beschreibt Hartmut Steeb, Generalsekretär der Evangelische Allianz in Deutschland (EAD), das Ziel für diesen Tag und betont: »Gerade für Christen, die im Wohlstand und in Freiheit leben, ist es eine besondere Verpflichtung, für die Verfolgten zu beten.« Für den am 16. November stattfindenden Gebetstag stellt die EAD ein Gebetsheft zur Verfügung, das im Internet heruntergeladen oder bei der Geschäftsstelle der EAD bestellt werden kann. Schwerpunktmäßig wird in diesem Jahr über die Situation von Christen in Ägypten, Laos und im Iran informiert. Laut Angaben der Evangelischen Allianz beteiligen sich weltweit jährlich etwa 65.000 christliche Gemeinden an diesem Gebetstag. Die EAD begleitet den Gebetstag mit einem gedruckten Begleitheft seit 1996.

Obwohl die Vereinten Nationen das Menschenrecht auf Glaubens- und Bekenntnisfreiheit fordern, gibt es nach wie vor viele Länder, in denen dieses Grundrecht verweigert wird. Dass davon weltweit Millionen von Christen betroffen sind, galt lange Zeit als Tabuthema. Seit einigen Jahren ist das Thema auf der politischen Agenda angekommen. Besonders Volker Kauder, der Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, hat sich des Themas angenommen. Dabei betont er, dass es nie darum gehe, exklusive Rechte für bestimmte Gruppen zu fordern. »Die Religionsfreiheit, die wir einklagen, muss für alle Menschen gelten, unabhängig davon, welcher Religion sie angehören« sagt er und beklagt, dass das Thema häufig aus der Öffentlichkeit herausgehalten wird. Menschenrechtsorganisationen setzten sich zwar für politisch, aber selten um ihres Glaubens willen Verfolgte ein. Besonders die aktuelle Situation von Christen und anderen religiösen Minderheiten in Syrien und im ganzen Nahen und Mittleren Osten habe das Drama der um ihres Glaubens willen verfolgten Menschen offenbart.

Klaus Ulrich Ruof, Redaktion emk.de

Gebetsheft im Internet: www.ead.de/gebet/gebetstag-fuer-verfolgte-christen/downloads.html.
Kostenlose Bestellung bei der EAD: versand(at)ead.de.