Bischöfin Rosemarie Wenner

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Glück und Leid teilen

Grußwort von Bischöfin Rosemarie Wenner zum Jahreswechsel 2014/2015

Ein gutes neues Jahr wünschen wir uns in diesen Tagen. Was soll geschehen, damit das Jahr 2015 gut wird? Viele hoffen, dass sie gesund bleiben oder werden, andere wünschen sich Erfolg, wieder andere harmonische Beziehungen zu ihren Mitmenschen.

Das Bibelwort, das die Herrnhuter Brüdergemeine für den 1. Januar 2015 gelost hat, kann uns helfen zu erkennen, was eine Spanne unseres Lebens zu einer guten Zeit macht. »Der Herr, dein Gott, ist bei dir gewesen. An nichts hast du Mangel gehabt.« (5. Mose 2,7) Daran wurde Mose in der Rückschau auf den Auszug aus Ägypten und die Wüstenwanderung erinnert, bevor für ihn und seine Leute wieder ein neuer Wegabschnitt begann. Gott hielt sein Versprechen, mit Mose zu sein. Und Gott sorgte für sein Volk, so dass alle genug hatten, obwohl sie in der Wüste unterwegs waren.

Das neue Jahr wird neben vielem, was man landläufig als »gut« bezeichnen wird, auch mancherlei Schweres mit sich bringen. Doch Gott wird an unserer Seite bleiben. Dafür steht Jesus ein, der auch »Immanuel«, »Gott mit uns« genannt wird. Ob uns großes Glück widerfährt oder ob wir uns mit Leidvollem auseinander setzen müssen, Gott wird uns mit dem Nötigen ausstatten, um den Weg durch das Jahr 2015 gehen zu können. Mit Gottes Hilfe werden wir auch die Menschen neben uns wahrnehmen, durch die uns Gutes widerfährt. Indem wir Glück und Leid teilen, werden wir einander zu Mitmenschen. Einbezogen in ein Netz der Liebe dürfen wir auf ein gutes neues Jahr hoffen und unseren Teil dazu beitragen, dass Gottes Friede Raum gewinnt.

Bischöfin Rosemarie Wenner