Ökumene

Kann man dem Vertrauen vertrauen?

Sind wir auf dem Weg »Vom Konflikt zur Gemeinschaft«, fragen sich Katholiken und Lutheraner und haben Bischöfin Wenner um einen Gastkommentar gebeten.

Unter dem Titel »Vom Konflikt zur Gemeinschaft« haben die Vereinigte Evangelisch-Lutherische Kirche Deutschlands (VELKD) und die Deutsche Katholische Bischofskonferenz ein Dokument erarbeitet, mit dem die »Erben« der ursprünglichen Konfliktparteien der Reformation der Frage nachgehen, »wie wir 2017 der Reformation gemeinsam gedenken können«. Die Veröffentlichung wird von einem Internetprojekt begleitet.

»Obwohl Vertrauen Herzenssache ist, erweist es sich nicht als Gefühlsduselei« schreibt Rosemarie Wenner, Bischöfin der Evangelisch-methodistischen Kirche (EmK), in einem Gastkommentar zum Thema »Vertrauen«. Weiter schreibt sie: »Wenn ich Vertrauen in Gott, in mich selbst und andere investiere, werde ich Teil eines Netzwerkes – in der Bibel Leib Christi genannt – und mache mich mit anderen zusammen daran, die Welt im Sinne Gottes mit zu gestalten.« Das Thema wird jeweils von zwei »Gegenübern« kommentiert. Wenners »Gegenüber« ist die Taskforce-Leiterin »Schwabinger Kunstfund« Ingeborg Berggreen-Merkel. Zu anderen ausgewählten Themen kommentieren Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble und Arbeitgeberpräsident Dieter Hundt oder BILD-Chefredakteur Kai Diekmann und der Jesuitenpater Klaus Mertes. Neben prominenten Kommentatoren laden die Initiatoren des Internetprojekts aber auf breiter Basis dazu ein, das Dialog-Dokument zu lesen, zu kommentieren und zu diskutieren.

Klaus Ulrich Ruof, Redaktion emk.de