Geburtstag

Karl Heinz Voigt wird 80

Seinen 80. Geburtstag feiert der ehemalige Superintendent der Evangelisch-methodistischen Kirche (EmK) und Pastor im Ruhestand, Karl Heinz Voigt, Bremen, am 31. August. Der mit vielen Veröffentlichungen, Beiträgen und Lexikonartikeln weit über die eigene Kirche hinaus bekannte profilierte Ökumeniker und Historiker wird vom Verein für Freikirchenforschung mit dem jüngst als Festschrift zum seinem Geburtstag erschienenen 23. Band der jährlichen Vereinsveröffentlichungen geehrt. Die EmK, wie auch die Freikirchen und die Ökumene verdanken seinem engagierten Dienst viel.

Als »profunden Kenner der Kirchengeschichte« und »großen Ökumeniker« würdigt Rosemarie Wenner, die Bischöfin der EmK in Deutschland, Karl Heinz Voigt: »Besonders durch sein publizistisches Wirken hat er die Beiträge der in Deutschland kleinen Freikirchen öffentlich gemacht und damit das gemeinsame Zeugnis der christlichen Kirchen gestärkt.« Walter Klaiber, Vorgänger von Rosemarie Wenner im Bischofsamt der EmK, beschreibt ihn als »zielstrebig, entschieden anpackend, immens fleißig und bemerkenswert kreativ«.

Neben einer theologisch fundierten und missionarisch ausgerichteten Gemeindearbeit legte Voigt immer Wert auf die dem Methodismus eigene ökumenische Gesinnung und die öffentlich wahrnehmbare Stimme des christlichen Glaubens in der säkularen Umgebung. Wo er war, knüpfte er zwischenkirchliche Beziehungen, nahm er Einfluss auf die Art und Weise, wie sich die Kirche in der Öffentlichkeit präsentierte und forschte in der Geschichte des Ortes, der Region und über die zwischenkirchlichen Verbindungen. Dabei gehörte er zu den Ersten, die aus landeskirchlichen und staatlichen Archiven Informationen für die Geschichte des Methodismus und der Freikirchen gewonnen, ausgewertet und in vielen Veröffentlichungen, Studien und Beiträgen publiziert haben.

Karl Heinz Voigt wurde am 31. August in Delmenhorst geboren. Um im Lebensmittelladen seiner Großeltern mitzuarbeiten, musste er vorzeitig die Schule verlassen und wegen Erkrankung des Großvaters schon im dritten Lehrjahr die Leitung des Geschäfts übernehmen. Nach einem der Meisterprüfung vergleichbaren Abschluss im Jahr 1953 wurden allerdings die Weichen mit der Berufung ins Predigtamt anders gestellt. 1954 absolvierte er ein »Gehilfenjahr« bevor er von 1955 an das vierjährige Theologiestudium am Predigerseminar der Methodistenkirche in Frankfurt am Main absolvierte. Nach einem einjährigen Anschlussstudium war er drei Jahre Gemeindepastor in Hamburg-Barmbeck. Von 1963 bis 1968 hatte er in einer Sonderfunktion als Sekretär des damaligen Bischofs Friedrich Wunderlich eine Aufgabe inne, in der er der Kirche nach innen und außen bereits starke Impulse gab. Daran schloss sich von 1968 bis 1984 eine Zeit als Gemeindepastor in Bremen an, danach als Superintendent bis 1993 in West-Berlin und von 1993 an bis zu seinem Eintritt in den Ruhestand im Jahr 2000 als Gemeindepastor in Kiel. Seinen Ruhestand verbringt er in Bremen. 

Klaus Ulrich Ruof, Medienwerk der EmK

Foto: privat

Eine ausführliche Gesamtbibliografie des publizistischen Wirkens ist im Band 23 (S. 25-56) des Vereins für Freikirchenforschung erschienen (www.freikirchenforschung.de).