Laien in der Verkündigung

Lebendige Gottesdienste - erfrischende Predigten

Gottesdienste als Fest zum Auftakt der Arbeitswoche feiern, lernten 24 Teilnehmer beim Kurs »Laien in der Verkündigung« in Stuttgart.

Wie halte ich die Hände beim Segen? Wohin sind die Augen bei der Predigt gerichtet? Beten in der Ich-Form? Eine Salbung in der Zeit der Gemeinschaft? Das waren einige der Fragen, die an einem Wochenende Mitte Oktober im Seminar »Laien in der Verkündigung« bewegt wurden. Dazu trafen sich 24 Laien und vier Hauptamtliche im Bildungs- und Begegnungszentrum der EmK in Stuttgart-Giebel. Die Laien brachten ihre Erfahrungen aus den unterschiedlichen Herkunftsgemeinden ein, der Referent Thomas Mozer vermittelte die Theologie der Liturgie. Diese will dazu ermutigen, jeden Sonntag begeistert zu feiern. Gott hat an den ersten Tag der Woche, noch vor dem Einstieg in die Arbeit, das Fest der Auferstehung gesetzt. Ein Fest gilt es zu feiern, dessen Elemente in der Bibel und der Geschichte des Christentums fest verwurzelt sind. Das muss nicht notwendigerweise zu stundenlangen Predigten führen, bei denen vor Ermüdung auch schon Leute aus dem Fenster fielen, wie Eutychus bei einer langen Pauluspredigt (Apg. 20,7-12).

Vieles wurde ausprobiert. Und keiner ist nach Hause gegangen, ohne dazugelernt zu haben. Gemeinsam lernen, gemeinsam essen, gemeinsam Abendmahl am Abend und einen Werkstatt-Gottesdienst am Sonntagmorgen feiern, das hat alles dazu beigetragen, an einem Wochenende viele unterschiedliche Menschen zu verbinden. Eine bereichernde Erfahrung!

Gesine von Postel