Ökumene

Segenswünsche für Bischof Bedford-Strohm

Bischöfin Rosemarie Wenner hat dem neuen Ratsvorsitzenden der EKD gratuliert. Zugleich würdigte sie das Wirken seines Vorgängers Nikolaus Schneider.

Dem neuen Vorsitzenden des Rats der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Bischof Heinrich Bedford-Strohm, hat Bischöfin Rosemarie Wenner gratuliert. »Möge Ihr Dienst in den Leitungsaufgaben in Ihrer Landeskirche und in den Aufgaben des Ratsvorsitzenden davon getragen sein, dass Gott sich Gehör verschafft und sich als der Lebendige und Leben Schaffende erweist«, schreibt sie in einem Brief. »Dann können Sie ›geistesgegenwärtig‹ wirken und Christus bezeugen.« Bedford-Strohm werde die Stimme der Evangelischen Kirche in Deutschland verständlich und klar in die Öffentlichkeit einbringen, schreibt Wenner weiter. Sie freue sich auf die Zusammenarbeit und sei sicher, dass »wir die bewährte Kirchengemeinschaft zwischen der Evangelischen Kirche und der Evangelisch-methodistischen Kirche weiter entwickeln können«.

Gleichzeitig dankt sie dem scheidenden Ratsvorsitzenden Nikolaus Schneider für die vielen wertvollen Impulse, mit denen er die evangelische Stimme zu Gehör gebracht und für die Art, in der er die in Deutschland kleineren Kirchen als Partner wahr- und ernst genommen habe. In einem persönlichen Brief betont sie, Schneider habe sich für eine Gesellschaft eingesetzt, die von Respekt, Wertschätzung für das Leben und Toleranz geprägt ist und habe Mut gemacht, sich komplexen Fragen zu stellen und dabei auch kontroverse Meinungen auszuhalten. »Der Same, den Sie ausstreuten, wird Segen bewirken«, schreibt sie weiter. Sie wünscht Schneider und seiner Frau, die mit einer Krebserkrankung kämpft, dass die beiden die kommende Zeit »als gefüllte und gesegnete Zeit erleben«. Schneider hatte sein Amt ein Jahr früher als geplant aufgegeben, um mehr Zeit für die Begleitung seiner Frau zu haben.

Volker Kiemle

Foto: EKD