EmK-Weltmission

Unterstützung für Ebola-Gebiete

Angesichts der sich weiter zuspitzenden Lage in den von Ebola betroffenen Gebieten in Westafrika bittet die EmK-Weltmission um Gebet und Unterstützung.

Frank Aichele, der Leiter der EmK-Weltmission, bittet in einem Schreiben an die Gemeinden der EmK in Deutschland dringend um Unterstützung angesichts der besonderen Herausforderungen und Probleme der Kirchen und Einsatzteams in den von Ebola betroffenen Ländern. Besonders in Liberia und Sierra Leone sei die EmK von der Krise betroffen. So sei dort das Gesundheitswesen überfordert, sowohl mit Ebola infizierte, als auch andere kranke Menschen in Krankenhäusern zu behandeln. Das Personal aller Gesundheitseinrichtungen sei sehr gefährdet und enorm belastet. Durch die Ausbreitung der Krankheit sei das gesellschaftliche Leben insgesamt stark beeinträchtigt, da Schulen und Ausbildungsplätze größtenteils geschlossen seien und kirchliche Veranstaltungen nur eingeschränkt durchgeführt werden könnten. Außerdem gebe es gegenüber den Behörden großes Misstrauen und die Versorgungslage habe sich, auch aufgrund der stark steigenden Preise für Grundnahrungsmittel, verschlechtert.

Im Rahmen der jeweiligen Möglichkeiten sei die EmK sowohl in Sierra Leone als auch in Liberia mit Aufklärungsarbeit über die Gefahren durch Ebola und Ausbildung von Multiplikatoren und Mitarbeitern im Gesundheitsdienst aktiv. Das Internationale Methodistische Hilfswerk (United Methodist Committee on Relief, UMCOR) stelle Schutzkleidung, Hygieneartikel und andere medizinische Güter zur Verfügung, die vor Ort verteilt werden. Allerdings haben alle Maßnahmen internationaler und kirchlicher Organisationen noch keine Eindämmung der Ebola-Krise bewirkt. Gegenwärtig richte sich die Hoffnung auf die anlaufende internationale Hilfsaktion. »Aber es wird noch ein langer Weg zurück zur Normalität«, schreibt Aichele in seinem Aufruf an die Gemeinden. Mit Hinweis auf die stark gestiegenen Preise für Grundnahrungsmittel – ein 50-Kilo-Sack Reis kostete vor der Krise umgerechnet 40 Euro, inzwischen über das Doppelte – schreibt Aichele weiter, dass »wir die Spendenmittel vor allem dazu einsetzen, die Gemeinden und Pastoren durch Lebensmittel zu unterstützen.«

Klaus Ulrich Ruof, Redaktion emk.de