Bischöfin Rosemarie Wenner

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»Welt ging verloren, Christ ist geboren«

Weihnachtsbotschaft von Rosemarie Wenner, Bischöfin der Evangelisch-methodistischen Kirche in Deutschland.

»Welt ging verloren« - viele Menschen erleben Weihnachten 2014 hautnah, wie zu Bruch geht, was bisher Halt gab. Andere fürchten sich vor zu vielen Veränderungen oder fühlen sich ohnmächtig, weil die Fülle erschütternder Nachrichten aus aller Welt sie überfordert. Stichworte wie IS Terror, Ukrainekrise, Ebola Epidemie, Flüchtlingselend und Fremdenfeindlichkeit beschreiben Notvolles und Dunkles, das sich mit dem weihnachtlichen Lichterglanz nicht aufhellen lässt.

»Welt ging verloren, Christ ist geboren«. So geht das Weihnachtslied von Johannes Daniel Falk (1768-1826) weiter. Was ist anders seit Christi Geburt? Es geht weiterhin übel zu auf dieser Welt. Doch Gott kommt als kleines Kind zu uns, ganz menschlich. Wer dem Kind in der Krippe und dem Mann am Kreuz Vertrauen schenkt, findet Trost und wagt zu lieben. Liebe überwindet Freund-Feind-Denken und Ausgrenzungen aller Art. An vielen Orten geschieht Heilsames. In Kirchengemeinden übt man miteinander ein, was es heißt, Christi Namen zu tragen. Aktuell engagieren sich viele für Flüchtlinge. Miteinander Gottesdienst feiern ist ebenso wichtig wie die praktische Hilfe. Kirchengebäude werden zu Herbergen und kirchliches Leben findet auch in Altenheimen oder in Cafés statt, weil Gott überall Wohnung nimmt, wo man Liebe verschenkt. Gottes Rettungstaten gehen weiter. Deshalb gibt es gerade 2014 allen Grund, fröhlich Weihnachten zu feiern.

Bischöfin Rosemarie Wenner