Bischöfin Rosemarie Wenner

Bischöfin Rosemarie Wenner

Bischöfin Rosemarie Wenner

Bischöfin Wenner feiert 60. Geburtstag

Rosemarie Wenner, die Bischöfin der Evangelisch-methodistischen Kirche in Deutschland, feiert am 1. Juli ihren 60. Geburtstag.

Am 1. Juli feiert Rosemarie Wenner ihren 60. Geburtstag. Die aus dem baden-württembergischen Eppingen stammende Bischöfin der Evangelisch-methodistischen Kirche (EmK) in Deutschland ist seit zehn Jahren im Amt und hat in dieser Zeit die EmK stark geprägt. Innerhalb der EmK legte sie besonderes Augenmerk darauf, Gemeinden zu fördern. Ihr liege sehr am Herzen, »Gemeinden, die lebendige Gottesdienste feiern, in denen Glaubensentwicklung geschieht und die Gastfreundschaft üben, in ihrer Arbeit zu unterstützen«. Sie sehe ihre bischöfliche Aufgabe auch darin, Gemeinden zu ermutigen, sich für das Gemeinwohl zu engagieren, großzügig Gaben zu teilen, und sich als Teil eines starken, weltweiten Netzwerks zu verstehen.

Als Mitglied des Internationalen Bischofsrats der EmK und besonders in ihrer zweijährigen Amtszeit als dessen Präsidentin von 2012 bis 2014 ist Wenner stark mit den Auseinandersetzungen um Fragen der Homosexualität befasst. Sie ist maßgeblich daran beteiligt, dass die verschiedenen Parteien und Meinungsführer trotz der in den USA bei diesem Thema verhärteten Fronten immer wieder zu Gesprächen und Begegnungen zusammenkommen. Als Vorsitzende einer internationalen Arbeitsgruppe zu Sexualität, Geschlecht und ethnischen Fragen in weltweiter Dimension ist Wenner damit befasst, Lösungen für die Arbeit der Kirche zu suchen, die den Lebensumständen in den unterschiedlichen Ländern Amerikas, Europas, Afrikas und Asiens Rechnung tragen.

Innerhalb Deutschlands ist Wenner unter anderem in der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) und der Vereinigung Evangelischer Freikirchen (VEF) engagiert und bringt dort das methodistische Profil »ökumenischer Gesinnung« ein. »Als stellvertretende Vorsitzende der ACK setzt sich Bischöfin Wenner mit großem Engagement und ihrer ganzen Persönlichkeit stets dafür ein, auf allen Ebenen die ökumenischen Beziehungen zu stärken und zu vertiefen«, beschreibt der ACK-Vorsitzende, Bischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann, Wenners Beitrag. Die EmK sei »ein zuverlässiger ökumenischer Partner«. Für Ansgar Hörsting, den Präsidenten der Vereinigung Evangelischer Freikirchen (VEF), ist Wenner »eine erfahrene, Kirchen und Christen verbindende Persönlichkeit, deren Rat von vielen gesucht wird«. Wenner habe, so Hörsting weiter, in ihrer Zeit als Vorsitzende der VEF und auch jetzt als Vorstandsmitglied »den evangelischen Freikirchen in Deutschland ein Gesicht gegeben«.

Rosemarie Wenner wurde 1955 in Eppingen geboren. Nach dem Studium am Theologischen Seminar der EmK in Reutlingen (heute Theologische Hochschule Reutlingen) wurde Wenner 1981 zur Pastorin ordiniert. Nach Stationen als Gemeindepastorin in Karlsruhe-Durlach, Hockenheim sowie Dreieich-Sprendlingen und Darmstadt war sie ab 1996 Superintendentin für den Distrikt Frankfurt der damaligen Südwestdeutschen Konferenz der EmK. Bei der EmK-Zentralkonferenz in Wuppertal wurde sie 2005 als Nachfolgerin für Walter Klaiber ins Bischofsamt für die EmK in Deutschland gewählt. Sie ist die erste Frau im Bischofsamt der EmK außerhalb der USA. Rosemarie Wenner ist verheiratet mit Tobias Wenner.

Klaus Ulrich Ruof

Foto: Gottfried Hamp, © Referat für Öffentlichkeitsarbeit der EmK