Hans Martin Renno, EmK-Referent für diakonische und gesellschaftspolitische Verantwortung

Hans Martin Renno, EmK-Referent für diakonische und gesellschaftspolitische Verantwortung

Drohnen-Kampagne

EmK unterstützt Drohnen-Kampagne

Die EmK-Kommission für diakonische und gesellschaftspolitische Verantwortung wird Unterstützermitglied der Drohnen-Kampagne.

Bei ihrer Sitzung am 13. Juni 2015 hat die Kommission für diakonische und gesellschaftspolitische Verantwortung der Evangelisch-methodistischen Kirche (EmK) einstimmig beschlossen, Unterstützermitglied der Drohnen-Kampagne zu werden. Damit unterstützt die Kommission die Forderungen an die Bundesregierung und den Bundestag, den Plan zur Forschung und Entwicklung sowie zur Anschaffung und Produktion bewaffneter Drohnen aufzugeben und sich für ein weltweites Verbot und die völkerrechtliche Ächtung dieser Waffen einzusetzen.

»Die Kosten für die Entwicklung und die Anschaffung von Drohnen sollten sinnvoller in friedensbildende Maßnahmen investiert werden«, ist Hans Martin Renno, der EmK-Referent für diakonische und gesellschaftspolitische Verantwortung, überzeugt. Die Welt wolle »den Frieden mit Waffen erzwingen«, aber der Friede Gottes sei »ein Geschenk, das angenommen werden will«. »Frieden«, so Renno weiter, »ist ein Weg, den wir gehen können, ein Prozess, den wir weiterentwickeln können«. Dabei verweist er auf die Sozialen Grundsätze der EmK, in denen Krieg als »mit der Lehre und dem Beispiel Christi unvereinbar« abgelehnt werde. Deshalb müsse die Militarisierung der Gesellschaft »hinterfragt und beendet werden«.

Drohnen sind ferngesteuerte Fluggeräte, die zur Aufklärung, sowie für gezielte Angriffe und Tötungen eingesetzt werden. Dabei würden, so die Initiatoren der Drohnen-Kampagne, »Militärdrohnen immer häufiger dazu verwendet, in Gebieten, die keine Kriegsgebiete sind, Menschen mehr oder weniger ›gezielt‹ zu beschießen und zu töten«, ohne dass es dafür einen rechtlichen Rahmen oder die Chance zur Verteidigung oder Festnahme gebe. Diese »extralegalen Hinrichtungen« seien eine Verletzung der Menschen- und Völkerrechte. Die Entwicklung von Drohnen setze eine neue Rüstungsspirale in Gang und senke die Hemmschwelle militärischer Angriffe, weil der Pilot, teilweise viele Tausend Kilometer entfernt, in sicherer Entfernung vom Kriegsschauplatz von einem Computer aus den Angriff ausführe. So sorge der Einsatz von Drohnen weltweit für Verunsicherung, weil an jedem Ort Drohnen zu zivilen und militärischen Zwecken eingesetzt werden könnten.

Klaus Ulrich Ruof

Informationen zur Drohnen-Kampagne: www.drohnen-kampagne.de

Foto: © Volker Kiemle, EmK-Öffentlichkeitsarbeit