Der zukünftige Superintendent des Nürnberger Distrikts Markus Jung

Der zukünftige Superintendent des Nürnberger Distrikts Markus Jung

Süddeutsche Jährliche Konferenz

»Jesus zum Ausprobieren«

Beim Eröffnungsgottesdienst der Süddeutschen Jährlichen Konferenz lud Markus Jung ein, als »Tester der Liebe Gottes« Erfahrungen mit Gott zu machen.

Ein kurzweiliger Gottesdienst mit einer tiefsinnigen und zum Lachen anregender Predigt, einem zeitweise Englisch sprechenden Oberbürgermeister und dem Auftritt eines Clowns bildete den Auftakt der Süddeutschen Jährlichen Konferenz (SJK, Kirchenparlament) der Evangelisch-methodistischen Kirche (EmK) in der Fürther St. Michaelskirche. Die Konferenztagung mit über 400 Delegierten aus EmK-Gemeinden in den Bundesländern Baden-Württemberg, Bayern, Rheinland-Pfalz, Saarland, großen Teilen Hessens und einem kleinen Teil von Nordrhein-Westfalen steht unter dem Motto »Bitte folgen!«

Von vier Arten, wie Menschen Jesus erfahren und ihm folgen können, sprach Markus Jung in der Predigt zur Eröffnung der SJK. Jung, der im September als Superintendent des Nürnberger Distrikts die Nachfolge von Wolfgang Rieker antritt, beschrieb dabei das »Ausprobieren« als den heute »für viele passendsten Weg“. »Wir leben in einer Welt, die ausprobiert und testet« und in der es »Aversionen gegen unhinterfragbare Wahrheiten« gebe, begründete er das Ausprobieren als Zugang zum Glauben. Auch Natanael habe das schon so gemacht erklärte Jung in seiner Auslegung eines Textes aus dem Johannesevangelium (Johannes 1,35-51). Wenn Menschen auch heute testende Erfahrungen machen wollten, wie schon damals Natanael, dann gebe es auch für sie »Jesus zum Ausprobieren«. Wer sich als »Tester der Liebe Gottes« versuchen wolle, werde Erfahrungen mit Gott machen. Neben dem »Ausprobieren« beschrieb Jung die »Empfehlung«, das »begeisterte Erzählen« und die »direkte Ansprache« als die drei anderen Möglichkeiten der Begegnung mit Jesus. Trotz vieler Bemühungen von einzelnen und Gemeinden betonte Jung, »dass wir Gotteserlebnisse nicht machen können«. »Aber«, so Jung zum Schluss, »wenn Christus Dich angesprochen hat, dann empfiehl ihn deinen Freunden und deinen Bekannten weiter. Erzähl deine Geschichte und deine Erfahrungen mit Christus.«

Passend zum Konferenzmotto veranschaulichte der von Andrea Gruhler gespielte Clown Amanda, was »folgen« bedeutet. Sie folgte einem magischen Pfeil, der sich schlussendlich in ein Kreuz verwandelte. Dr. Thomas Jung, Oberbürgermeister der Stadt Fürth mit methodistischen Wurzeln, wies auf den besonderen Auftrag der Christen hin und sprach die beiden aus Ghana anwesenden Bischöfe auf Englisch an. Der Leitende Bischof der Methodistischen Kirche Ghana, Professor Emmanuel Asante, stellte die Partnerschaft zwischen seiner Kirche und der EmK in Deutschland heraus. Er wünschte sich eine Vertiefung der Beziehungen und, dass die Menschen aus dem Ausland in der EmK eine Heimat fänden. In ihrer Antwort betonte Bischöfin Wenner, dass in der Beziehung der beiden methodistischen Kirchen aus Ghana und Deutschland, Ghana der »stärkere Partner ist«. Der Hausherr der evangelisch-lutherischen St. Michaeliskirche in Fürth, Dekan Jörg Sichelstiel, hieß die Konferenzgemeinde willkommen. Sein römisch-katholischer Kollege aus Schwabach, Domkapitular Alois Ehrl, grüßte die Konferenzgäste mit einem Gedanken von Papst Franziskus: »Die Kirche muss an die Ränder der Gesellschaft gehen«.

Die Konferenztagung der EmK wird von Donnerstag bis Samstag in der Stadthalle Fürth die formalen, organisatorischen und inhaltlichen Geschäfte tätigen. Am Sonntag findet die Konferenz mit einem Glaubenstag in Heilbronn ihren Abschluss.

Klaus Ulrich Ruof

Foto: (C) Reinhold Parrinello

Weitere Informationen auf www.emk-sjk.de