Dr. Walter Klaiber, Altbischof der EmK, bei der Traueransprache für Bodo Schwabe in der EmK Friedrichsdorf im Taunus.

Dr. Walter Klaiber, Altbischof der EmK, bei der Traueransprache für Bodo Schwabe in der EmK Friedrichsdorf im Taunus.

Menschen und Dinge in Bewegung gebracht

Am vorletzten Tag des Jahres nahm eine große Trauergemeinde in Friedrichsdorf im Taunus Abschied vom ehemaligen EmK-Missionssekretär Bodo Schwabe.

»Es ist sicher im Sinne Bodo Schwabes, wenn wir nicht nur über seine Leistung oder seine Erfolge sprechen, sondern auch über das, was ihn zu dem gemacht hat, was er war, nämlich über Gottes Liebe.« Damit beschrieb Walter Klaiber als Trauerredner das Thema, das kennzeichnend war für Bodo Schwabes Leben. Klaiber selbst, jetzt im Ruhestand in Tübingen lebend, war in seiner Funktion als Bischof der Evangelisch-methodistischen Kirche (EmK) in der zweiten Hälfte von Schwabes Amtszeit oft im Gespräch mit Schwabe über die Herausforderungen der Missionsarbeit in den verschiedenen Arbeitsfeldern der EmK-Weltmission. Gerade in solchen Herausforderungen helfe Gottes Liebe, Widerstände zu überwinden, Schwierigkeiten auszuhalten und auch in schwierigsten Situationen sich dieser Liebe Gottes anzuvertrauen. Schwabe habe sich »dieser Liebe Gottes anvertraut: in seinem Leben, in der Zeit seines Dienstes als Pastor und auch, als er wusste, dass sein Weg in den Tod führen würde. Er konnte in Frieden gehen, weil er Liebe erfahren hat.«

»Bodo hat Menschen und Dinge in Bewegung gebracht« sagte Frank Aichele, der heutige Missionssekretär der EmK in Deutschland, in Rückschau auf die Amtszeit Schwabes in der EmK-Weltmission. Er habe nicht nur von Partnerschaft gesprochen, sondern sie vorgelebt im Einsatz für die Menschen und im Dienst in der Kirche. Damit habe er »viel Bewegung ausgelöst«, so Aichele weiter.

Schwabe war am 17. Dezember im Alter von 72 Jahren einer Tumorerkrankung erlegen. Von 1980 bis 1998 war er Missionssekretär der EmK in Deutschland. Von ihm maßgeblich gefordert, fiel in diese Zeit auch die Entscheidung, dass die Stelle des Missionssekretärs hauptamtlich besetzt wird. Bis dahin war der Missionssekretär immer Pastor einer Gemeinde und hat die Missionsarbeit im Nebenamt betreut. Durch diese Veränderung und Intensivierung konnten die internationalen Beziehungen der deutschen EmK und ihrer Partnerkirchen stark ausgebaut werden. Nach dem Ende seiner Amtszeit war Schwabe als Gemeindepastor in Hamburg und während seines Ruhestands für drei Jahre in der deutschen Gemeinde der United Church in Washington DC (USA). Seinen Ruhestand verbrachte er zuletzt in Oberursel bei Frankfurt am Main und gehörte der EmK-Gemeinde in Neuenhain im Taunus an. Die Trauerfeier fand in der EmK Friedrichsdorf im Taunus statt. Bodo Schwabe hinterlässt seine Frau Catherine und zwei Kinder.

Klaus Ulrich Ruof

Foto: K.U. Ruof © 2014, Öffentlichkeitsarbeit der EmK