Der Briefkopf des Newsletters zeigt die Logos der im Europäischen Rat Methodistischer Kirchen verbundenen Kirchen.

Der Briefkopf des Newsletters zeigt die Logos der im Europäischen Rat Methodistischer Kirchen verbundenen Kirchen.

Europäischer Rat Methodistischer Kirchen

Migranten als »neue Nachbarn« willkommen heißen

Der Europäische Rat Methodistischer Kirche ermutigt dazu, Migranten als »neuen Nachbarn« zu begegnen und sie willkommen zu heißen.

Mitte September tagte der Europäische Rat Methodistischer Kirchen (European Methodist Council, EMC) in der nordbulgarischen Donau-Stadt Russe. Angesichts der in fast allen europäischen Ländern ankommenden Flüchtlinge befassten sich die Ratsmitglieder mit deren Situation und mit den akuten Herausforderungen für die methodistischen Kirchen und Gemeinden in den jeweiligen Ländern. »Wir glauben, dass Gott uns dazu auffordert, diejenigen, die jetzt bei uns ankommen, als Weggenossen willkommen zu heißen«, schreibt der Rat an die europäischen methodistischen Kirchen in einer Verlautbarung. Weiter heißt es dort: »Wir verpflichten uns zu schnellem Handeln und sind gleichzeitig bereit, längerfristige Perspektiven zu entwickeln.«

Als eine der Sofortmaßnahmen installierte der Rat eine Arbeitsgruppe, die sich monatlich über Migrationsfragen austauscht. Kürzlich veröffentlichte die Arbeitsgruppe erstmals einen Newsletter. Er soll unter anderem dazu anregen, Migranten als »neuen Nachbarn« zu begegnen und sie willkommen zu heißen. In diesem in unregelmäßigen Abständen erscheinenden Newsletter wird europaweit aus methodistischen Kirchen berichtet, wie Flüchtlinge begleitet oder unterstützt werden. So praktizieren beispielsweise kleine methodistische Gemeinden entlang der sogenannten Balkanroute Gastfreundschaft, indem sie den Migranten mit Lebensmitteln oder Kleidung helfen oder ihnen seelsorgerlich beistehen. Mit weiteren Artikeln aus Italien, Österreich, Großbritannien und Deutschland sowie Streiflichtern aus anderen europäischen Regionen ergibt sich ein Überblick über die Arbeit mit Flüchtlingen durch methodistische Gemeinden in ganz Europa. »Auch wenn der Newsletter in Englisch ist, wird er gute Anregungen geben für viele, die in der Arbeit mit Flüchtlingen engagiert sind«, sagt Rosemarie Wenner, die Bischöfin der Evangelisch-methodistischen Kirche in Deutschland.

Klaus Ulrich Ruof

Informationen

Europäischer Rat Methodistischer Kirchen (European Methodist Council, EMC)
Zum EMC gehören methodistische Kirchen aus Albanien, Bulgarien, Dänemark, Deutschland, Frankreich, England, Estland, Finnland, Irland, Italien, Kirgisistan, Kasachstan, Lettland, Litauen, Mazedonien, Moldawien, Norwegen, Österreich, Polen, Portugal, Rumänien, Russland, Schweden, Schweiz, Serbien, Spanien, Slowakei, Tschechien. Tadschikistan, Ukraine, Ungarn, Usbekistan und Weißrussland. Die Mitgliedskirchen des EMC beraten sich über Fragen von gemeinsamem Interesse, entwickeln Impulse und Angebote zur Förderung des methodistischen Zeugnisses in Europa, teilen bei Bedarf ihre Ressourcen miteinander, helfen sich gegenseitig zur besseren Vertretung in ökumenischen und säkularen Gremien und koordinieren die methodistische Zusammenarbeit in Europa. Ein ständiger Ausschuss des EMC ist für den »Fonds Mission in Europa« zuständig. Für den Fonds werden finanzielle Mittel eingeworben und an solche Kirchen und Konferenzen in Europa verteilt, die für ihre Missions- und Sozialarbeit Unterstützung benötigen. Der Rat hat nur beratende Funktion. Entscheidungen der Ratstagungen sind für die Mitgliedskirchen nicht bindend.

Weitere Informationen auf www.methodist.eu/de