Süddeutsche Jährliche Konferenz

SJK drückt Mitgefühl aus

Die Tagung der Süddeutschen Jährlichen Konferenz sendet einen Gruß als Ausdruck der Solidarität an die Methodisten in Charleston.

Im Gedenken an die Opfer des Attentats im Gottesdienst einer methodistischen Gemeinde in Charleston (US-Bundesstaat South Carolina) bringen die Mitglieder der Süddeutschen Jährlichen Konferenz der Evangelisch-methodistischen Kirche (EmK) zum Ausdruck, dass sie an der Seite der Familien stehen, die Angehörige verloren haben, und an der Seite der betroffenen Gemeinde und der Schwesterkirche. In einem Schreiben, das Bischöfin Rosemarie Wenner an diesem Morgen nach Charleston sendet, heißt es weiter: »Wir beten für Heilung und Stärke, da Ihr mit dieser schrecklichen rassistisch motivierten Gewalttat konfrontiert seid.« Weil Rassismus überall auf der Welt existiert, bestätigen die Mitglieder Konferenz ihre Bereitschaft, »Unterschiede anzunehmen, die Mitmenschen zu lieben, Fremde willkommen zu heißen und für Gerechtigkeit zu arbeiten«.

Die Afrikanisch-methodistische Episkopalkirche, in der sich der Vorfall ereignete, erhält von vielen Seiten Zuspruch. So schrieb Warner Brown, der Präsident des Internationalen Bischofsrats der EmK, dass »wir in der Trauer über den tragischen Verlust von Pastor Clementa Pinckney und die anderen Opfer im Gebet vereint sind«. Die Methodisten würden »eine weltweite Gebetsgemeinschaft für diese durch Rassismus und Gewalt verletzten Familien bilden.« Bischof Ivan Abrahams, der Generalsekretär des Weltrats Methodistischer Kirchen, schrieb: »Unsere Herzen und Gebete sind bei denen, die auf so tragische Weise aus dem Leben gerissen wurden, und bei den Verletzten und ihren Familien. Gottes Kraft und Gnade sei mit denen, die in dieser Situation Hilfe und Heilung anbieten.«

Mitglieder der Emanuelkirche, einer Gemeinde der Afrikanisch-methodistischen Episkopalkirche, waren am Mittwoch zu einer Bibelstunde versammelt. Ein etwa 25-jähriger Weißer kaukasischer Abstammung, der zusammen mit den Mitgliedern der Gemeinde die Bibelstunde besucht hatte, war unvermittelt aufgestanden und schoss wild um sich. Dabei wurden neun Menschen Opfer dieses in den USA als Hass-Verbrechen bezeichneten Attentats. Auch der Pastor der Gemeinde, Clementa Pinckney, soll unter den Todesopfern sein. Pinckney war 1996 ins Repräsentantenhaus von South Carolina gewählt worden und war seit 2000 Senator. Nach Angaben in seinem Online-Profil war Pinckney der jüngste schwarze Amerikaner, der je in die Legislative von South Carolina gewählt worden war. Bei seiner Wahl zum Abgeordneten war er erst 23 Jahre alt.

Die Gemeinde der Afrikanisch-methodistischen Episkopalkirche (AME) in Charleston ist die älteste Gemeinde der AME in den Südstaaten. In der 130.000 Einwohner zählenden Stadt in South Carolina ist sie als »Mutter Emanuel« bekannt. Die Kirche hat ihre Ursprünge in der regionalen methodistischen Bewegung des späten 18. Jahrhunderts und wird hauptsächlich von Schwarzen besucht. Die AME ist Mitglied im Weltrat Methodistischer Kirchen. In den USA besteht zwischen der AME und der EmK Kanzel- und Abendmahlsgemeinschaft.

Klaus Ulrich Ruof

Schreiben von Bischöfin Rosemarie Wenner

Weitere Informationen auf www.emk-sjk.de

Foto: umc.org, Lekisa Coleman-Smalls, UMNS