Festgottesdienst 25 Jahre come back e.V.

Festgottesdienst 25 Jahre come back e.V.

come back e.V.

»So wichtig wie vor 25 Jahren«

Mit einen Fachtag und einem Festgottesdienst feierte »come back« in Zittau sein 25-jähriges Bestehen. Dabei würdigte Bischöfin Wenner die Arbeit.

Los ging der Festreigen mit einem Fachtag am 26. November unter dem Thema »Junge Drogenabhängige –(k)ein Thema für die Sozialtherapie?!«. Rund 100 Teilnehmer aus unterschiedlichen Bereichen der Gesellschaft und der Hilfesysteme diskutierten Lösungsansätze für eine gelingende Reintegration junger Drogenabhängiger. Dabei berichteten auch Gäste von »Come Back Mission« Johannesburg (Südafrika) von Reintegrationsprojekten im Johannesburger Stadtteil Eldorado Park sowie von der Arbeit des Rehabilitationszentrums »Hadassah Centre for Women«, das auch mit Unterstützung des »come back«-Vereins errichtet wurde.

Beim Festgottesdienst in der Zittauer Hospitalkirche würdigte Bischöfin Rosemarie Wenner diese weite Ausstrahlung der Arbeit von »come back«. Zudem hob sie die besondere Aufgabe von »come back« angesichts der gesellschaftlichen Herausforderung durch Flüchtlinge hervor. »Wenn neue gesellschaftliche Aufgaben kommen, dürfen wir sie nicht zu Lasten der bisherigen sozialen Aufgaben angehen«, sagte Wenner. »Die Arbeit, die hier und anderswo mit suchtkranken Menschen geschieht, ist heute so wichtig wie vor 25 Jahren!«

Die Aufgabe sei zu schaffen wenn viele zusammenhelfen und »wenn wir uns selbst Kraft und Motivation von Gott schenken lassen«, sagte die Bischöfin in ihrer Predigt über die Heilung eines Gelähmten, wie sie im Markusevangelium (Kapitel 2,1-2) berichtet wird. Dabei betonte sie, dass die Bibel nicht von uns verlange, unser Leben in Eigenregie zu perfektionieren. »Gott hat uns als seine Ebenbilder geschaffen, die in Gemeinschaft mit ihm und mit den Mitmenschen leben sollen. Wir können unser Leben nicht alleine hinkriegen.« Wer das versuche, drohe entweder auszubrennen oder gegen die Wand zu laufen. Allerdings wollten wir »lieber selber groß und unabhängig sein und merken zu spät, dass es immer enger um uns wird«.

Deshalb heile Jesus den Gelähmten nicht nur körperlich, sondern auch seelisch indem er ihm die Vergebung seiner Sünden zusage. Sünde meine in der Bibel von Gott getrennt sein. Und Sündenvergebung bedeute, dass diese Trennung überwunden werde. »Wer dies glauben kann, wird innerlich heil«, betonte Wenner. »An dem Gelähmten geschieht also mehr und nicht weniger, weil Jesus ihm sagt: ›Dir sind deine Sünden vergeben!‹«

Volker Kiemle

Foto: Matthias Weber

www.verein-comeback.de