Vorstand der ACK, v.l.: Erzpriester Radu Constantin Miron, Pfarrer Christopher Easthill, Bischof Karl-Heinz Wiesemann, Bischöfin Rosemarie Wenner, Bischof Martin Hein

Vorstand der ACK, v.l.: Erzpriester Radu Constantin Miron (Orthodoxe Kirche), Pfarrer Christopher Easthill (Anglikanische Kirche), Bischof Karl-Heinz Wiesemann (römisch-katholische Kirche), Bischöfin Rosemarie Wenner (Evangelisch-methodistische Kirche), Bischof Martin Hein (Evangelische Kirche in Deutschland)

ACK lobt Ökumenepreis 2017 aus

Die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen wählt bei ihrer Mitgliederversammlung einen neuen Vorstand und lobt den Ökumenepreis 2017 aus.

Auf ihrer Sitzung am 9. und 10. März 2016 im Kardinal Schulte Haus in Bergisch Gladbach haben die 50 Delegierten den Vorstand der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) in Deutschland für die nächsten drei Jahre gewählt. Als Vorsitzender wurde der Speyrer Bischof Karl-Heinz Wiesemann im Amt bestätigt. Zudem wurde der Ökumenepreis der ACK 2017 ausgerufen, um den sich ökumenische Initiativen und Projekte bewerben können. Er wird im Rahmen der Gebetswoche für die Einheit der Christen am 22. Januar 2017 in Wittenberg verliehen. Mit einer Erklärung »Für ein weltoffenes Deutschland« hat sich die ACK der »Allianz für Weltoffenheit« angeschlossen.

»Das Ziel der ökumenischen Bewegung ist es, die Kirchen im gemeinsamen Zeugnis und Dienst zu vereinen«, erklärte der wiedergewählte Vorsitzende, Bischof Wiesemann im Rahmen der Mitgliederversammlung. Die ACK sei eine wichtige Plattform für das ökumenische Miteinander. Deshalb appellierte er an die Mitgliedskirchen der ACK, sich auch weiterhin intensiv dem ökumenischen Dialog zu verpflichten und die ACK als ökumenische Stimme auf ihren verschiedenen Ebenen zu stärken. Eine Gelegenheit des gemeinsamen Zeugnisses für Jesus Christus sei das Gedenken an 500 Jahre Reformation im Jahr 2017. Das Gedenken sei eine große Chance, das gemeinsame Bekenntnis zu Jesus Christus und die einende Grundlage der Bibel zu stärken und mehr ins Bewusstsein der Kirchen und der Gesellschaft zu rücken.

Vorstand hat fünf Mitglieder und fünf ständige Stellvertreter

Alle drei Jahre wählt die Mitgliederversammlung der ACK in Deutschland einen Vorstand, der sich aus einem Vorsitzenden, zwei Stellvertretungen sowie zwei weiteren Vorstandsmitgliedern zusammensetzt. Bei der Besetzung werden jeweils die verschiedenen Kirchenfamilien berücksichtigt. Neu in den Vorstand wurde Pfarrer Christopher Easthill von der Anglikanischen Kirche gewählt. Er folgt auf Pastor Heinrich Lüchtenborg, der nach seinem Eintritt in den Ruhestand nicht mehr zur Wahl angetreten war. Die anderen Vorstandsmitglieder wurden wiedergewählt. Dem Vorstand gehören nun an: Bischof Karl-Heinz Wiesemann (römisch-katholische Kirche) als Vorsitzender. Die beiden Stellvertretungen werden von Bischöfin Rosemarie Wenner (Evangelisch-methodistische Kirche) und Bischof Martin Hein (Evangelische Kirche in Deutschland) wahrgenommen. Desweiteren gehören Erzpriester Radu Constantin Miron (Orthodoxe Kirche) und Pfarrer Christopher Easthill (Anglikanische Kirche) dem Vorstand an. Als ständige stellvertretende Vorstandsmitglieder wurden gewählt: Weihbischof Nikolaus Schwerdtfeger (römisch-katholische Kirche), Generalsekretär Christoph Stiba (Bund Evangelisch-freikirchlicher Gemeinden), Bischöfin Petra Bosse-Huber (Evangelische Kirche in Deutschland), Erzpriester Merawi Tebege (Äthiopisch-orthodoxe Kirche) und Bischof Hans-Jörg Voigt (Selbstständig evangelisch-lutherische Kirche).

Ökumenepreis der ACK 2017

Alle zwei Jahre zeichnet die ACK in Deutschland mit ihrem Ökumenepreis Projekte und Initiativen aus, die zur Einheit der Christen beitragen und ein gemeinsames Engagement von Christinnen und Christen verschiedener Konfession fördern. Jetzt hat die Mitgliederversammlung den mit 3.000 Euro dotierten Ökumenepreis für das Jahr 2017 ausgeschrieben. Verliehen wird der Preis im Anschluss an den zentralen Gottesdienst der ACK zur Gebetswoche für die Einheit der Christen am 22. Januar 2017 in Wittenberg. Schirmherr ist Bundestagspräsident Norbert Lammert.

Erklärung zu Allianz für Weltoffenheit

Mit einer Erklärung »Für ein weltoffenes Deutschland« hat sich die Mitgliederversammlung der »Allianz für Weltoffenheit, Solidarität, Demokratie und Rechtsstaat – gegen Intoleranz, Menschenfeindlichkeit und Gewalt« angeschlossen. Diese war von zehn Organisationen ins Leben gerufen worden in Sorge um den gesellschaftlichen Zusammenhalt in Deutschland und Europa. Die ACK in Deutschland begrüße diese Initiative ausdrücklich, heißt es in einer Pressemitteilung der Mitgliederversammlung. Damit werde das Anliegen aller in der ACK verbundenen Kirchen zum Ausdruck gebracht, sich gemeinsam für die Menschenwürde in Deutschland, in Europa und weltweit einzusetzen.

Wort der ACK zu 500 Jahre Reformation

Zu den Feierlichkeiten im Jahr 2017 anlässlich der Reformation vor 500 Jahren plant die ACK eine Erklärung, mit der sie die ökumenische Dimension der Feierlichkeiten stärken will. Die Reformation und deren Folgen sollen gemeinsam reflektiert werden und Impulse sollten aufgenommen werden. Außerdem solle an einer »Heilung der leidvollen Erinnerungen« gearbeitet werden. Die Erklärung wurde bei der Mitgliederversammlung in erster Lesung beraten und soll zusammen mit einer Arbeitshilfe im Herbst 2016 veröffentlicht werden.

Klaus Ulrich Ruof (nach einer PM der ACK)

Foto: © ACK Pressestelle

Information: Die Mitgliederversammlung der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen ist das oberste, beschlussfassende Leitungsorgan der ACK. Sie besteht aus den rund 50 Delegierten der Mitglieder, Gastmitglieder sowie ständigen Beobachter, die für die Dauer von fünf Jahren benannt werden. Die Mitgliederversammlung der ACK tagt in der Regel zweimal jährlich, im Frühjahr und im Herbst.