Bischöfin Debra Wallace-Padgett (li) und Bischof Al Gwinn, Initiatoren der Gebetsinitiative.

Bischöfin Debra Wallace-Padgett (li) und Bischof Al Gwinn, Initiatoren der Gebetsinitiative.

Methodismus international

Außerordentliche Generalkonferenz 2019

Der EmK-Bischofsrat setzt den Termin für eine außerordentliche Generalkonferenz fest und fordert die Glieder der EmK weltweit zum Gebet auf.

Bei seiner Herbsttagung in St. Simons Island im Bundesstaat Georgia im Südosten der USA legte der internationale Bischofsrat der Evangelisch-methodistischen Kirche (EmK) den Termin für die außerordentliche Generalkonferenz fest. Die aufgrund einer Entscheidung der Generalkonferenz vom Mai dieses Jahres nötig gewordene außerordentliche Tagung soll nun entweder im Februar oder März 2019 stattfinden. Einem früheren Termin standen formale Erfordernisse und organisatorische Abläufe im Wege. »Außerdem haben wir mit der Verschiebung in den Februar oder März 2019 mehr Spielraum bei der Suche nach einem geeigneten und verfügbaren Tagungsort«, begründete der Präsident des Bischofsrats, Bruce R. Ough, die Entscheidung. Für die Bekanntgabe des genauen Termins wartet der Bischofsrat die konstituierende Sitzung der Sonderkommission »Ein Weg in die Zukunft« ab. Die nächste ordentliche Tagung der Generalkonferenz ist bereits terminiert für den 5. bis 15. Mai 2020 in Minneapolis im US-Bundesstaat Minnesota.

Gesprächsprozess auf breiter Basis

In Ergänzung der demnächst startenden Sonderkommission »Ein Weg in die Zukunft« setzte der Bischofsrat einen Prozess in Gang, der die Pastoren und Pastorinnen sowie die Laien der Zentralkonferenzen und Jährlichen Konferenzen miteinander ins Gespräch bringen soll. Damit soll die Arbeit der Sonderkommission international und regional auf möglichst breiter Basis begleitet werden. Den Bischöfen ist es freigestellt, diesen Gesprächsprozess auf Basis vorgeschlagener Impulse entsprechend der spezifischen Bedürfnisse und der regionalen Kontexte zu gestalten.

Weltumspannendes Gebet für die Arbeit der Sonderkommission

Die Arbeit der Sonderkommission »Ein Weg in die Zukunft« wird mit einer Gebetsinitiative begleitet. Organisiert wird diese Initiative von Debra Wallace-Padgett, Bischöfin für die Region Birmingham im Bundesstaat Alabama im Südosten der USA, und Ruhestandsbischof Al Gwinn aus der Region Florida. »Wir wollen, dass unsere Kirche und die Sonderkommission ›Ein Weg in die Zukunft‹ von Gott geführt werden«, erklärt Bischöfin Wallace-Padgett das Anliegen dieser Initiative. Das veranlasse zu einer Haltung, »in der wir als Kirche Gott um seine Führung bitten und auf ihn hören«. In der zweiten Phase dieser Initiative sollen sich alle Jährlichen Konferenzen an einer festgelegten Gebetswoche beteiligen. Diese im Wochenrhythmus von allen Konferenzen mitgetragenen Gebete für die Arbeit der Sonderkommission sollen am 1. Januar 2017 beginnen und sich bis ins Jahr 2018 fortsetzen. Nach den Überlegungen der beiden Initiatoren sollten die Gebete eine doppelte Zielrichtung haben: »Gott möge uns helfen, den Auftrag der Kirche wirksamer zu erfüllen, und wir wollen dafür beten, eins in Christus zu sein.« Die Gebetsinitiative wird, so Bischof Gwinn, von »The Upper Room« mit einer eigens dafür eingerichteten Internetseite begleitet. Dieser in Nashville im südlichen US-Bundesstaat Tennessee beheimatete Arbeitszweig der EmK unterstützt und fördert weltweit Andacht und Gebet. Über die Internetseite www.UMCprays.org werden Arbeitshilfen und Anregungen bereitgestellt. Außerdem werde mit dem Start im Januar 2017 wöchentlich darüber berichtet, was in den jeweiligen Konferenzen geschehe, die im Reigen der Gebetsinitiative mitwirken. Die von den beiden Bischöfen geleitete Gebetsinitiative hatte bereits im August mit einer ersten Phase begonnen. Dabei hatten Wallace-Padgett und Gwinn ihre Kollegen und Kolleginnen im Bischofsrat aufgefordert, die Arbeit und die Anliegen der Sonderkommission in ihr tägliches Gebet aufzunehmen.

Klaus Ulrich Ruof

Foto: umc.org

Weiterführende Links

www.UMCprays.org (englisch)

Weitere Informationen

Der internationale Bischofsrat der Evangelisch-methodistischen Kirche beaufsichtigt und fördert die zeitlichen und geistlichen Anliegen der Gesamtkirche und sorgt für die Durchführung der von der Generalkonferenz gefassten Beschlüsse. Zum Bischofsrat gehören alle aktiven und im Ruhestand befindlichen Bischöfe und Bischöfinnen der weltweiten EmK. Zurzeit sind dies 45 aktive Bischöfe und Bischöfinnen in den USA und 20 in Europa, Asien und Afrika sowie weltweit 87 Ruhestandsbischöfe.

Eine außerordentliche Generalkonferenz kann laut EmK-Verfassung durch den Bischofsrat oder durch die Generalkonferenz selbst einberufen werden. Eine solche außerordentliche Generalkonferenz setzt sich aus Delegierten der vorhergehenden Generalkonferenz zusammen oder aus deren rechtmäßigen Nachfolgern. Jährliche Konferenzen können jedoch eine neue Delegiertenwahl vornehmen. Bei einer außerordentlichen Tagung beschränkt sich die inhaltliche Arbeit auf den mit der Einberufung angegebenen Zweck. Außerdem müssen mit der Einladung auch Zeit und Ort bekanntgegeben werden. (Artikel 14 EmK-Verfassung) Die Sitzungsunterlagen müssen 230 Tage vor Sitzungsbeginn an die Delegierten ausgehändigt sein.