Jörg Zink

Jörg Zink

Trauer

Einen Schatz hinterlassen

Bischöfin Wenner würdigt den verstorbenen Theologen Jörg Zink.

Mit großem Respekt hat die Bischöfin der Evangelisch-methodistischen Kirche in Deutschland, Rosemarie Wenner, auf den Tod von Jörg Zink reagiert. »Mit seiner Bibelübertragung und seinen meditativen Texten und Gebeten hat Jörg Zink einen Schatz hinterlassen, der im geistliche Leben in unseren Gemeinden weiterhin genutzt werden wird«, sagte Wenner am Sonntag. Das methodistische Grundanliegen, dass Glaube in der Liebe tätig werden will, habe Jörg Zink zum Beispiel in seinem Einsatz für Frieden und die Bewahrung der Schöpfung gelebt.

Der evangelische Theologe und Bestseller-Autor Zink starb am 9. September im Alter von 93 Jahren in seinem Haus in Stuttgart. Als Prediger und Autor erreichte Zink Millionen von Menschen. Er schrieb rund 200 Bücher, mehr als hundert Mal sprach der Geistliche in der ARD das »Wort zum Sonntag«.
Zink galt als einer der wichtigsten Mitstreiter der Friedens- und Ökologiebewegung. Er übersetzte 1965 das biblische Neue Testament in eine verständliche, zeitgemäße Sprache und landete damit einen Bestseller. Für sein Lebenswerk erhielt er 2004 den Predigtpreis des Verlags für die Deutsche Wirtschaft. Im vergangenen Jahr wurde er zum Ehrenprofessor des Landes Baden-Württemberg ernannt.

Volker Kiemle /epd

Foto: Staatsministerium Baden-Württemberg