Dank und Standing Ovations für Bischöfin Rosemarie Wenner bei ihrer letzten Kirchenvorstandssitzung.

Dank und Standing Ovations für Bischöfin Rosemarie Wenner bei ihrer letzten Kirchenvorstandssitzung.

Bischofswahl

Einladung zum Gebet für die Bischofswahl

Der Kirchenvorstand der EmK in Deutschland legt bei seiner letzten Sitzung vor der Zentralkonferenz 2017 das Verfahren für die Bischofswahl fest.

Bei seiner Herbsttagung erledigt der in Fulda tagende Kirchenvorstand der Evangelisch-methodistischen Kirche (EmK) am gestrigen Freitag und heutigen Samstag (21. und 22. Oktober) eine umfangreiche Tagesordnung. Es war die letzte Sitzung des Kirchenvorstands im Jahrviert vor der im März 2017 tagenden Zentralkonferenz. Neben vielen Verwaltungsentscheidungen war die Vorbereitung der Zentralkonferenz und die dort anstehende Bischofswahl der Schwerpunkt der Sitzung.

Zeitliche Abläufe der Bischofswahl festgelegt

Vom 14. bis 19. März findet die alle vier Jahre tagende Zentralkonferenz der EmK in Hamburg statt. Die unter dem Thema »In Christus verbunden – in Liebe verbinden« stehende Tagung wird am Dienstagabend (14. März) mit einem Gottesdienst eröffnet, zu dem zahlreiche Gäste aus der Ökumene eingeladen sind. Mit Spannung wird die Wahl für die Nachfolge von Bischöfin Rosemarie Wenner erwartet, deren auf zwölf Jahre begrenzte Amtszeit im Mai kommenden Jahres endet. Die Wahl findet am Mittwoch (15. März) statt. Die Kommission für das Bischofsamt hat das Verfahren zur Vorbereitung der Wahl in Gang gesetzt und Gespräche aufgenommen mit Personen, die für die Wahl in Frage kommen. Grundlage dafür waren die bei den Tagungen der Jährlichen Konferenzen eingereichten Namensvorschläge. Das Verfahren ist noch im Gange. Zwei Wochen vor der Zentralkonferenztagung, also Anfang März des kommenden Jahres, informiert die Kommission die Zentralkonferenz-Delegierten über die Personen, die zur Wahl als Bischof oder Bischöfin vorgeschlagen werden. Trotz des dann vorliegenden Wahlvorschlags weist der Kirchenvorstand ausdrücklich darauf hin, dass grundsätzlich jede im pastoralen Dienst stehende ordinierte Person wählbar ist. Die gottesdienstliche Einführung in das Bischofsamt wird am Sonntag (19. März) zum Abschluss der Zentralkonferenz in der Hamburger Kirche St. Petri erfolgen. Zu diesem Gottesdienst werden Gäste aus der Ökumene und aus der europäischen und weltweiten methodistischen Kirchenfamilie erwartet.

In der EmK ist die Übergangszeit nach einer erfolgten Bischofswahl auf längstens drei Monate festgelegt. Dies bringt Herausforderungen für den bisherigen Dienstbereich der zum Bischof oder zur Bischöfin gewählten Person mit sich, die vom Kabinett und zuständigen Gremien zu gestalten sind. Die Übergabe der Amtsgeschäfte erfolgt am 12. Mai.

Geistliche Vorbereitung der Bischofswahl

Der Kirchenvorstand lädt ausdrücklich dazu ein, dass die Vorbereitung der Wahl ins Bischofsamt »durch Gebet und in Erwartung der Wirkung des Heiligen Geistes« geschehen soll. Dazu erhalten die Gemeinden eine Anregung zur geistlichen Begleitung und betenden Unterstützung der Bischofswahl.

Joachim Blechschmidt, der Vorsitzende der Kommission für das Bischofsamt, dankte im Rahmen der Kirchenvorstandssitzung Bischöfin Wenner für ihren großen Einsatz und unermüdlichen Dienst. Der Kirchenvorstand erwiderte diesen Dank mit stehendem Applaus.

Reformationsgedenken 2017

Der EmK-Kirchenvorstand ist dankbar für die von der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) und von der Vereinigung Evangelischer Freikirchen (VEF) veröffentlichten Botschaften zum Reformationsgedenken 2017. Die ACK hatte sich Ende September mit einem Wort unter dem Titel »Versöhnt miteinander« an die Öffentlichkeit gewandt. Die VEF veröffentlichte im Oktober eine Botschaft mit dem Titel »Glaube an Christus befreit«. Auch der in Berlin und Wittenberg stattfindende Deutsche Evangelische Kirchentag ist dem Gedenken an die Reformation gewidmet. Die EmK wird dort mit einem eigenen Stand und weiteren Angeboten von Gruppen und Einzelnen vertreten sein.

Veränderungen in der Medienarbeit

Eine Veränderung wird es in der Zeitschriftenredaktion der EmK geben: Volker Kiemle (51), der die Redaktion seit Oktober 2008 leitet, scheidet auf eigenen Wunsch auf Ende Juli 2017 aus. Er wird ab August 2017 Referent für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit im Diakoniewerk Martha-Maria Nürnberg. Der Kirchenvorstand beauftragte die Fachgruppe für Öffentlichkeitsarbeit, bis zur Tagung der Zentralkonferenz im März 2017 Vorschläge zu erarbeiten, wie die Öffentlichkeitsarbeit der Kirche weitergeführt werden soll und welchen Stellenwert die Zeitschriftenarbeit dabei hat.

Klaus Ulrich Ruof

Foto: Klaus Ulrich Ruof, EmK-Öffentlichkeitsarbeit