V.l.: Dr. Martin Illert, Dr. Maria Stettner, Johannes Knöller,Dr. Roland Gebauer, Stephan Ringeis, EKD-Ratsvorsitzender und Landesbischof Dr. Heinrich Bedford-Strohm, Ruthardt Prager, Bischöfin Rosemarie Wenner, Jürgen Stolze

V.l.: Oberkirchenrat Dr. Martin Illert, Kirchenrätin Dr. Maria Stettner, Superintendent Johannes Knöller, Rektor Dr. Roland Gebauer, Superintendent Stephan Ringeis, EKD-Ratsvorsitzender und Landesbischof Dr. Heinrich Bedford-Strohm, Pastor Ruthardt Prager, Bischöfin Rosemarie Wenner, Pastor Jürgen Stolze.

EKD und EmK vertiefen Kirchengemeinschaft

EKD und EmK wollen ihre Kirchengemeinschaft stärker ins Bewusstsein ihrer Gemeinden tragen, erklärten ihre Spitzenleute bei einem Treffen in München.

Noch stärker als bisher wollen die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) und die Evangelisch-methodistische Kirche (EmK) ihre Kirchengemeinschaft ins Bewusstsein ihrer Gemeinden tragen. Dies erklärten der EKD-Ratsvorsitzende Heinrich Bedford Strohm und Rosemarie Wenner, die Bischöfin der EmK, bei einem Spitzentreffen, das kürzlich im Münchener Landeskirchenamt stattfand. »Wir freuen uns über die vielen Beispiele schon gelebter Gemeinschaft zwischen unseren Kirchen und laden unsere Gemeinden ein, die Gemeinschaft vor Ort noch weiter zu vertiefen«, sagte Bedford-Strohm. Angesichts des bevorstehenden Reformationsjubiläums lohne es sich, so Bischöfin Wenner, »die Kontakte zwischen den evangelischen und evangelisch-methodistischen Kirchengemeinden vor Ort zu vertiefen, um gemeinsam das christliche Zeugnis zu stärken«. Kirchengemeinschaft brauche die Basis und müsse dort gelebt werden.

Zur Vertiefung dieser Kirchengemeinschaft vereinbarten EKD und EmK die Veröffentlichung einer gemeinsamen Informations-Broschüre. Damit solle den Gemeinden und Kirchenämtern die Bedeutung und Vielfalt der Kanzel- und Abendmahlsgemeinschaft nahegebracht werden. Das solle nach Informationen aus diesem Treffen dazu dienen, mancherorts immer noch bestehende Unsicherheiten zu beseitigen und die Begegnungen vor Ort zu intensivieren.

Die Kirchengemeinschaft ermöglicht gemeinsame Abendmahlsgottesdienste, beiderseitige volle Anerkennung der Taufe, gegenseitige Vertretungen bei Eheschließungen und Bestattungen sowie Urlaubsvertretungen und Kanzeltausch. Parallel zur Informationsbroschüre arbeitet die Vereinigung Evangelisch-Lutherischer Kirchen in Deutschland (VELKD) in theologischen Gesprächen mit der EmK zum Verständnis des Abendmahls und des kirchlichen Amtes. Für das Zustandekommen der Kirchengemeinschaft hatte die VELKD in den 1980er Jahren in Lehrgesprächen entscheidende Vorarbeit geleistet.

Klaus Ulrich Ruof

Foto: © Landeskirchenamt München

Weitere Informationen: Die Kanzel- und Abendmahlsgemeinschaft zwischen den Landeskirchen der EKD und der EmK besteht im kommenden Jahr bereits seit 30 Jahren. Die Proklamation erfolgte am 29. September 1987 in der Nürnberger St. Lorenz-Kirche. Für den Bereich der ehemaligen DDR geschah dies zwischen dem Bund der Evangelischen Kirchen und der Evangelisch-methodistischen Kirche in Gottesdiensten am 20. und 21. Januar 1989 in Zwickau und Berlin.