Bischof Bruce R. Ough, Präsident des EmK-Bischofsrats.

Bischof Bruce R. Ough, Präsident des EmK-Bischofsrats.

EmK-Bischofsrat

Glückwunsch und Appell an den neuen US-Präsidenten

Mit einem Glückwunschschreiben wendet sich der Präsident des EmK-Bischofsrats an den neugewählten US-Präsidenten Donald Trump.

Mit einem eindringlichen Appell hat sich der Vorsitzende des internationalen Bischofsrats der Evangelisch-methodistischen Kirche (EmK) an den neugewählten Präsidenten Donald Trump gewandt. Nach dem erbitterten Wahlkampf sei es an der Zeit, »dass alle Amerikaner, besonders die politischen Verantwortungsträger, Spaltung und Verbitterung überwinden und für das gemeinsame Wohl unserer Nation und der Welt einstehen«, schreibt der für die Region Dakotas-Minnesota zuständige Bischof Bruce R. Ough in einem Brief an Trump. »Wir sind eine zutiefst gespaltene Nation in einer Weltgemeinschaft, die von Trennung, Krieg und einer noch nie dagewesenen Zwangsmigration gezeichnet ist«, schreibt Bischof Ough an den designierten 45. Präsidenten der Vereinigten Staaten. Zugleich beglückwünscht er Trump und sichert ihm die Unterstützung durch Gebet zu.

Zur Einsicht führen und Gräben überwinden

Ough versprach zudem, der Bischofsrat wolle dazu beitragen, »Brücken zu bauen, die zur Einsicht führen und dazu beitragen, die trennenden Gräben in unserer Nation und der Welt zu überwinden«. Darüber hinaus appelliert der Präsident des Bischofsrats daran, »das Beste in uns« zu beherzigen: »Wir leben unter Gott, wir sind unzertrennlich, und Freiheit und Gerechtigkeit gelten für alle gleichermaßen«.

Im Schreiben an Trump kündigt Ough an, dass er ihm eine von allen EmK-Bischöfen signierte Bibel überreichen wolle. Bei ihrer Herbsttagung in der zurückliegenden Woche in St. Simons Island im Bundesstaat Georgia im Südosten der USA hatten die EmK-Bischöfe die Bibel bereits unterzeichnet. Diese wird dem neugewählten US-Präsidenten traditionell nach seiner Amtseinführung überreicht. Die Tradition dieser Bibelübergabe geht auf die Amtseinführung des ersten Präsidenten der Vereinigten Staaten zurück. Schon damals, im Jahre 1789, überreichte Bischof Francis Asbury dem ersten US-Präsidenten George Washington eine Bibel. Seither wird diese Tradition ununterbrochen bei der Amtseinführung jedes nachfolgenden Präsidenten fortgesetzt.

Der 9. November – ein geschichtsträchtiges Datum

In einem Schreiben an ihre Kolleginnen und Kollegen im Bischofsrat verbindet die für Deutschland zuständige Bischöfin Rosemarie Wenner das Datum der Entscheidung im US-Präsidentenwahlkampf mit dem für Deutsche geschichtsträchtigen Datum. »Am 9. November vor 78 Jahren«, so die Bischöfin, »brannten die Synagogen in Deutschland, und 1989 feierten wir den Fall der Berliner Mauer«. Auf Basis dieser Erfahrungen fordert sie dazu auf, »dass wir Methodisten beständig darin wachsen wollen, für Gerechtigkeit, Versöhnung und Frieden einzutreten«. Zusammen mit den Menschen in ihrem Bischofsgebiete bete sie »für Heilung in den USA und andernorts in dieser Welt«.

Klaus Ulrich Ruof

Foto: Mike DuBose, UMNS


Der Autor
Klaus Ulrich Ruof ist Referent für Öffentlichkeitsarbeit und Pressesprecher der Evangelisch-methodistischen Kirche in Deutschland in Frankfurt am Main. Kontakt: oeffentlichkeitsarbeit(at)emk.de.

Weiterführende Links
Meldung der EmK in den USA mit komplettem Wortlaut des Schreibens an den designierten Präsidenten der USA (englisch): http://www.umc.org/news-and-media/council-president-offers-post-election-congratulations-and-prayers

Zur Information
Der internationale Bischofsrat der Evangelisch-methodistische Kirche (EmK) beaufsichtigt und fördert die zeitlichen und geistlichen Anliegen der Gesamtkirche und sorgt für die Durchführung der von der Generalkonferenz gefassten Beschlüsse. Zum Bischofsrat gehören alle aktiven und im Ruhestand befindlichen Bischöfe und Bischöfinnen der weltweiten EmK. Zurzeit sind dies 46 aktive Bischöfe und Bischöfinnen in den USA und 22 in Europa, Asien und Afrika sowie weltweit 97 Ruhestandsbischöfe.