Bischöfin Rosemarie Wenner

Bischöfin Rosemarie Wenner

Weihnachten 2016

Gott verschafft sich Raum

Gibt es in unserer Betriebsamkeit ein Ohr für die Weihnachtsbotschaft?«, fragt Bischöfin Wenner in ihrem Weihnachtsgruß an die Gemeinden der EmK.

Aus einer Beobachtung im hektischen Adventsbetrieb einer Fußgängerzone entstand die Weihnachtsbotschaft, mit der sich Bischöfin Rosemarie Wenner an die Gemeinden der Evangelisch-methodistischen Kirche (EmK) in Deutschland wendet. Ein Weihnachtslieder spielender Posaunenchor findet kaum Gehör bei den Menschen, die ihre Einkäufe erledigen. Es stelle sich die Frage, so die Bischöfin, ob bei aller Betriebsamkeit und in der Angst vor Terror das weihnachtliche »Fürchtet euch nicht, euch ist heute der Heiland geboren! « überhaupt gehört werde. Das war aber, nach biblischem Zeugnis, auch schon zur Zeit der Geburt Jesu so. Dass Gott sich in einem Kind der Welt offenbarte, sei »ein kleiner Beginn in einer von Gewalt und Furcht geprägten Zeit« gewesen. »So wird Kleines bedeutsam«, betont Wenner in ihrer Botschaft und mahnt, Fremdes und Fremde nicht leichtfertig auszugrenzen, denn »im Fremden kommt vielleicht Jesus zu Besuch«.

In Erinnerung an die EmK-Aktion »Willkommen!« lädt Bischöfin Wenner erneut dazu ein »Menschen, die Schutz brauchen, willkommen zu heißen«. Das gelte, »auch wenn einige Flüchtlinge verbrecherisch handeln«. Gott werde erfahrbar, wenn Menschen auf sein Wort achten und seiner Liebe Raum geben. »Ich will hinhören und erwarten, dass Gott in meinem Leben und in seiner Welt einkehrt«, erklärt Wenner und erwartet, »dass Gott sich unter uns Raum verschafft«.

Der Autor
Klaus Ulrich Ruof ist Referent für Öffentlichkeitsarbeit und Pressesprecher der Evangelisch-methodistischen Kirche in Deutschland in Frankfurt am Main. Kontakt: oeffentlichkeitsarbeit(at)emk.de.

Zur Information
PDF der Weihnachtsbotschaft
Video der Weihnachtsbotschaft