V.l.: Referent Hans Martin Renno, Bischöfin Rosemarie Wenner, Barbara Riek

V.l.: Referent Hans Martin Renno, Bischöfin Rosemarie Wenner, Barbara Riek

Die Schöpfung bewahren

»Grüner Gockel« sucht Gemeinden

Ab März gibt es ein Fortbildungsangebot zum Umweltauditor für die Beratung von Gemeinden zum umweltschonenenden Handeln in der Gemeindearbeit.

»Die Evangelisch-methodistische Kirche sieht die Bewahrung der Schöpfung schon lange als einen zentralen Ausdruck des Glaubens«, erklärt Hans Martin Renno. Der Freiburger Pastor der Evangelisch-methodistischen Kirche (EmK) ist Referent für diakonische und gesellschaftspolitische Verantwortung und gibt regelmäßig Impulse, wie »Schöpfung bewahren« ganz praktisch umgesetzt werden kann.

Einstieg erleichtern und für Mindeststandards sorgen

»Kleine Schritte sind gut«, erklärte Renno kürzlich in einer Auswertungssitzung. Etwas ungeduldig fügt er noch hinzu: »Wir sollten die gemeinsamen Möglichkeiten unserer Gemeinden und unserer Kirche noch mehr nützen«. Für die von »Brot für die Welt« (BfdW) geförderte Referentenstelle ist die Leiterin der BfdW-Inlandsförderung bei der Sitzung zugegen. Barbara Riek ermutigt dazu, den Gemeinden den Einstieg zu erleichtern und ergänzt: »Wir haben auch die Aufgabe, für einen Mindeststandard zu sorgen«. Dazu dient ein ganz neu entwickeltes Programm zur Ausbildung von Umweltauditoren, das die EmK zusammen mit den evangelischen Landeskirchen in Baden sowie Hessen und Nassau anbietet. Die Auditoren-Ausbildung dient dazu, Gemeinden beim Prozess der Einführung eines umweltgerechten Wirtschaftens und Haushaltens zu begleiten und die Zertifizierung mit dem »Grünen Gockel« zu unterstützen.

Mehrteilige Fortbildungsreihe

»Umweltschutz geht uns alle an«, unterstreicht Renno dieses Anliegen. Damit diese erfüllende und die Schöpfung bewahrende Aufgabe noch weitere Kreise ziehe, brauche es noch weitere Multiplikatoren. Dafür sei diese Fortbildungsreihe gut geeignet, gibt sich Renno überzeugt. Wenn Menschen das als eine erfüllende Aufgabe sehen könnten, werden sie andere sicher auch dazu animieren und dafür gewinnen können. »Es dient ja uns allen, wenn wir die Erde, auf der wir leben, schützen und sorgsam damit umgehen«, betont der Referent die Schönheit dieser Aufgabe. Die Fortbildungsreihe ist mehrteilig und bietet praxisorientiertes Fachwissen über die verschiedenen Bausteine eines Umweltmanagements, ermöglicht einen Überblick über sinnvolle und in Gemeinden durchführbare Umweltschutzmaßnahmen sowie praktische Tipps zur öffentlichkeitswirksamen Kommunikation im Rahmen der Zertifizierung. Der erste Kurs beginnt im März 2017.

Foto: Klaus Ulrich Ruof, EmK-Öffentlichkeitsarbeit

Der Autor
Klaus Ulrich Ruof ist Referent für Öffentlichkeitsarbeit und Pressesprecher der Evangelisch-methodistischen Kirche in Deutschland in Frankfurt am Main. Kontakt: oeffentlichkeitsarbeit(at)emk.de.

Weiterführende Links
Fortbildung Kirchlicher Umweltauditor/Kirchliche Umweltauditorin. Teil 1: 10. bis 11. März 2017; Teil 2: 30. Juni bis 1. Juli 2017; plus weitere vier Zirkeltage und ein eintägiger Abschlussworkshop. Anmeldeschluss: 15. Januar 2017.
PDF-Download Flyer

Zur Information
Der »Grüne Gockel« ist ein System, mit dem die Umweltauswirkungen in einer Kirchengemeinde oder kirchlichen Einrichtung erfasst, bewertet und reduziert werden können. Durch festgelegte Ziele, verbunden mit klaren Zuständigkeiten, werden stetige Verbesserungen erreicht, z.B. beim Verbrauch von Energie und Wasser, bei den Außenanlagen oder beim Einkauf. Außerdem werden das Feiern der Schöpfung sowie die Kommunikation zu Themenfeldern der Nachhaltigkeit belebt. Dafür wird die Gemeinde oder Einrichtung mit dem Zertifikat »Grüner Gockel« ausgezeichnet.

www.gruener-gockel.de
Kontakt: referat.kdgv(at)emk.de oder umweltmanagement-sjk(at)emk.de