Rosemarie Wenner, Bischöfin der Evangelisch-methodistischen Kirche

Rosemarie Wenner, Bischöfin der Evangelisch-methodistischen Kirche

In die Fremde aufbrechen

Bei der traditionellen Hamburger St. Ansgar-Vesper zu Ehren des »Apostels des Nordens« predigt Bischöfin Wenner am 3. Februar im Abendgottesdienst.

Anlässlich der alljährlichen Ökumenischen St. Ansgar-Vesper in Hamburg lädt die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Hamburg (ACKH) am 3. Februar um 19 Uhr zu einem Abendgottesdienst in die Hauptkirche St. Petri ein. Die Predigt hält in diesem Jahr Rosemarie Wenner, die Bischöfin der Evangelisch-methodistischen Kirche (EmK) in Deutschland. Der Gottesdienst verbindet Traditionen und Gesänge der West- und der Ostkirche und wird im Gedenken an Ansgar, den »Apostel des Nordens« und ersten Erzbischof Hamburgs, gefeiert. Der ökumenische Vesper-Gottesdienst findet in diesem Jahr bereits zum 52. Mal statt.

Bischöfin Wenner wird unter dem Motto »Zu Gottes Tisch kommen – aus allen Himmelsrichtungen« predigen. »Der Heilige Ansgar scheute sich nicht, in die Fremde aufzubrechen, um den Glauben weiterzugeben. Dieser Mut zum Aufbruch ist auch heute nötig. Menschen, die uns fremd erscheinen, begegnen wir vielleicht schon vor unserer Haustür«, sagte Bischöfin Wenner im Vorfeld der Ansgar-Vesper. Wir müssten das Verbindende zwischen Konfessionen, Religionen und Nationen suchen, weil wir gewiss seien, »dass Gott uns alle an einen gemeinsamen Tisch zusammenruft und uns die Einheit in Christus schenkt.«

Orthodoxe, katholische, anglikanische und eine Vielfalt reformatorisch geprägter Kirchen feiern seit über 50 Jahren die Ökumenische Vesper zur Erinnerung an St. Ansgar, den ersten Erzbischof Hamburgs. Im Jahr 801 geboren wirkte er als Missionar in Schleswig, Dänemark und Schweden. Durch ihn, den »Apostel des Nordens«, kam das Evangelium nach Hamburg. Damit legte er den Grund, auf dem alle Kirchen stehen, die heute in der Freien und Hansestadt aktiv sind. Bereits mit 30 Jahren wurde Ansgar erster Bischof des Erzbistums Hamburg. Am 3. Februar 865 starb er als Bischof des Erzbistums Hamburg-Bremen.

Klaus Ulrich Ruof

Foto: Gottfried Hamp, © Referat für Öffentlichkeitsarbeit der EmK